Finanzielle Ängste: Kunden hinterfragen Verträge

Veröffentlichung: 30.09.2025, 10:09 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Steigende Lebenshaltungskosten, Inflation und Zukunftssorgen prägen das Verhalten der Verbraucher. Eine aktuelle Studie von HEUTE UND MORGEN zeigt: Finanzielle Ängste führen zu mehr Sparen – auch bei Versicherungen. Wo Verbraucher am ehesten den 'Rotstift' ansetzen würden.

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Die Sonderstellung von Versicherungen als „unantastbare Grundausgaben“ beginnt zu bröckeln.Die Sonderstellung von Versicherungen als „unantastbare Grundausgaben“ beginnt zu bröckeln.DALL-E

Die HEUTE UND MORGEN-Studie „Angst und Finanzen – Risiken und Chancen für Versicherer in verunsicherten Zeiten“ zeigt, wie stark finanzielle Sorgen das Verhalten deutscher Verbraucher prägen. Über 1.000 Bundesbürger zwischen 18 und 70 Jahren wurden befragt.

Besonders häufig genannt wurden Ängste, dass Inflation die Ersparnisse aufzehrt (66 Prozent), steigende Lebenshaltungskosten die finanzielle Stabilität gefährden (59 Prozent) und der Lebensstandard sinkt (49 Prozent). Frauen sind dabei stärker betroffen als Männer.

Sparen auch bei Versicherungen kein Tabu

63 Prozent der Befragten geben an, aktuell mehr als früher auf Sparen zu achten – über alle Einkommensklassen hinweg. Klassische Einsparungen betreffen Spenden (64 Prozent), Mitgliedschaften (56 Prozent) oder Freizeit (38 bis 50 Prozent). Doch auch Versicherungen geraten zunehmend unter Druck:

  • 19 Prozent sehen Versicherungsverträge als eines der Top-3-Sparpotenziale.
  • 16 Prozent planen konkrete Einsparungen – durch Kündigungen, Anbieterwechsel, Leistungsreduzierungen oder höhere Selbstbeteiligungen.
  • Am stärksten betroffen sind Kfz-, Auslandsreise- und Rechtsschutzversicherungen.

„Versicherungen werden verstärkt auf den Prüfstand oder sogar gänzlich in Frage gestellt. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an Flexibilität, Transparenz und den unmittelbaren Nutzen der Produkte“, sagt Dr. Michaela Brocke, Geschäftsführerin von HEUTE UND MORGEN.

Gegensätzliche Reaktionen der Kunden

Während ein Teil der Verbraucher Absicherungen reduziert, haben andere ihre Verträge zuletzt erweitert. 19 Prozent erhöhten Selbstbeteiligungen, 15 Prozent stockten den Versicherungsschutz auf. Für Versicherer bedeutet das, sich auf sehr unterschiedliche Kundenstrategien einzustellen.

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