Deutsche zufrieden mit finanzieller Situation

Mit ihrer finanziellen Situation sind fast zwei Drittel der Deutschen sehr zufrieden oder zufrieden. Das ist der höchste Stand seit 2005.

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Nur acht Prozent äußerten sich explizit (sehr) unzufrieden. Das zeigt das Vermögensbarometer 2018 der Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband.

Konstantes Konsumverhalten

Nach eigenen Angaben haben 73 Prozent ihren Konsum nicht verändert. Der Anteil derjenigen, die nach eigener Einschätzung weniger konsumiert haben, ist mit 19 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der Anteil der Menschen, die mehr konsumiert haben. Dieser beträgt acht Prozent. Auch wenn das Geld für einen höheren Konsum vorhanden wäre, sehen es die Menschen offensichtlich nicht als notwendig an und wünschen es sich auch nicht, mehr zu konsumieren.

Preisanstieg ist wichtiges Thema

Für 81 Prozent sind gefühlt in letzter Zeit die Preise gestiegen, für 24 Prozent sogar stark. Das widerspricht dem sehr moderaten Anstieg des Verbraucherpreisindexes, den das Statistische Bundesamt als offizielle Inflationsrate ausgewiesen hat.

Zukunftssicherung und Altersvorsorge

Gedanken um ihre Altersvorsorge machen sich wegen der niedrigen Zinsen fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland. Dennoch sind gerade mal 16 Prozent bereit, ein höheres Risiko bei der Geldanlage einzugehen, um dadurch die Renditechancen zu steigern.

Die Sorgen bei der Ersparnisbildung sind im Vergleich zum Jahr 2017 von drei Viertel der Menschen auf 61 Prozent gesunken.

Während im vergangenen Jahr als Grund für die Besorgnis die meisten die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank als Hauptgrund für ihre Besorgnis nennen, ist es 2018 die politische Lage.

Beim Sparen denkt ein Großteil der Menschen in Deutschland an ihre Altersvorsorge beziehungsweise Zukunftssicherung (28 Prozent). Auf dem zweiten Platz folgt mit 23 Prozent die Rücklagenbildung für Notsituationen. Gespart wird aber auch für konkrete Anschaffungen (14 Prozent), für Urlaub und Freizeitaktivitäten (acht Prozent) oder die Erfüllung eines Wunsches (sieben Prozent).

Anpassung des Sparverhaltens an Niedrigzinsphase

38 Prozent haben ihr Sparverhalten wegen der Niedrigzinsphase verändert – 18 Prozent durch die Wahl anderer Anlageprodukte.

Diese Teilgruppe wurde befragt, welche Anlageformen sich während der Niedrigzinsphase besser oder schlechter eignen:

Immobilien weisen mit 31 Prozentpunkten den höchsten Saldo aus. Allerdings ist dieser Saldo im Vergleich zu 2017 um fünf Prozentpunkte rückläufig.

Dagegen hat sich der Saldo derjenigen erhöht, die Investment- und Immobilienfonds als geeignet einstufen. Er liegt bei 26 Prozentpunkten, sieben Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017.

Versorger vs. Nichtversorger

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Vorsorger um acht Prozentpunkte von 72 auf 80 Prozent gestiegen. Bei den Nichtvorsorgern ist er von 23 auf 18 Prozent gesunken. Im Bundesländervergleich hat Hessen mit 87 Prozent den höchsten Anteil an Vorsorgern, Schlusslichter sind Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg mit jeweils 74 Prozent.

Geplanter Immobilienerwerb

Von den 20- bis 50-Jährigen plant ein Drittel den Immobilienerwerb: 46 Prozent wollen ein Eigenheim bauen oder kaufen. 22 Prozent bevorzugen ein Mietobjekt und 30 Prozent wollen sich sowohl ein Eigenheim als auch ein Mietobjekt zulegen. Für eine Immobilie zur Eigennutzung würden sich 82 Prozent verschulden –fast die Hälfte bis zu 60 Prozent des Kaufpreises.

Männer zufriedener als Frauen

Etwas weniger zufrieden sind Frauen mit 62 Prozent. Bei Männern sind es 65 Prozent. Auch legen Frauen bei den Kriterien zum Vermögensaufbau weitaus mehr Wert auf Sicherheit: Für 48 Prozent der Frauen, aber nur für 41 Prozent der Männer gehört diese zu den wichtigsten drei Kriterien.

Was die Altersvorsorge anbelangt spare Frauen und Männer im vergleichbaren Umfang wie Männer. Die monatlichen Sparraten beider Geschlechter sind in etwa gleich hoch.

Bild: © Tierney / fotolia.com

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