InsurTechs – ein begehrter Markt

Veröffentlichung: 03.03.2017, 09:03 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Das zweite Jahr in Folge veröffentlicht Finanzchef24 eine Übersicht der getätigten Investitionen in die InsurTech-Branche. Dafür wurden die einzelnen Finanzierungsrunden in 2016, die sich sowohl Start-ups als auch etablierte Unternehmen im deutschen, britischen und US-amerikanischen Markt erfolgreich sichern konnten, untersucht.

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Das Ergebnis – eine Zahl mit Aussagekraft. Über 82,4 Millionen US-Dollar wurden alleine in Deutschland in den digitalen Versicherungsmarkt investiert, um in der Versicherungsindustrie moderne Technologien zu verankern. Dieser Wert ist mehr als doppelt so viel wie im vergangenen Jahr.

Felix Schollmeier, Mitgründer und Geschäftsführer der Finanzchef24 GmbH, sagt:

„2016 hat die InsurTech-Branche endgültig gezeigt, dass sie mehr ist als nur ein temporärer Hype.“

Digitale Direktkanäle werden massiv ausgebaut

Als entscheidender Trend zeichnet sich besonders in den USA der Markteintritt zahlreicher Unternehmen in der Kategorie Direct Insurer/Tied Agent ab. Die Aufmerksamkeit der Investoren erweckten dabei insbesondere Geschäftsmodelle im Bereich B2C und Health. In den USA wurden in diese beiden Zielgruppensegmente über eine Milliarde US-Dollar investiert.

In Deutschland hingegen vollzieht sich die Entstehung komplett neuer Direktversicherer erst zögerlich. Hier dominieren weiterhin InsurTechs aus den Kategorien Marketplace/Aggregator und Insurance Management mit vergleichbaren Geschäftsmodellen. In Deutschland wurde mit einem Betrag von über 73 Millionen US-Dollar am kräftigsten in das B2C-Segment investiert.

Felix Schollmeier erklärt den Erfolg der Branche:

„InsurTechs orientieren sich an den digitalen Bedürfnissen der Kunden und bringen einen gewissen Grad an Einfachheit in die komplexe Versicherungsmaterie.“

Zunehmende Bedeutung von Softwarelösungen und InsurTechs aus dem B2B/SME-Sektor

Auch der Softwarebereich erfuhr m vergangenen Jahr einen deutlichen Wachstumsschub. Insgesamt beliefen sich die Finanzierungsrunden in allen drei Ländern auf über 85 Millionen US-Dollar.

Schollmeier bestätigt:

„Der traditionelle Markt hat das Potenzial digitaler Produkte erkannt. Mit den Software-Tools der InsurTechs können Versicherer und Makler ihre Digitalisierungsprozesse beschleunigen und ihren Kunden innovative Services anbieten.“

Mit zahlreichen Neugründungen rückt in den USA auch der B2B/SME-Markt verstärkt ins Interesse der Investoren, mit Funding-Summen von über 40 Millionen US-Dollar.

Bilder: © weyo / fotolia.com

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