Gründer aus der Digitalbranche schaffen Tausende Arbeitsplätze in Deutschland. Jedes Start-up beschäftigt aktuell ca. 15 Mitarbeiter. Im Vergleich: im Jahr 2015 wurden durchschnittlich 13 Jobs gezählt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter rund 150 Start-up-Gründern.
Sechs von zehn Start-ups (58 Prozent) geben an, dass sie im vergangenen Jahr neue Mitarbeiter eingestellt haben, nur vier Prozent mussten Personal abbauen. Auch in 2016 plant eine Mehrheit der Start-ups in Deutschland neue Arbeitsplätze zu schaffen. Rund drei Viertel (72 Prozent) geben an, im Jahresverlauf Neueinstellungen vorzunehmen. Kaum ein Gründer (vier Prozent) plant einen Stellenabbau. Vor allem große Start-ups wollen Personal aufstocken.
Start-ups mit ein bis drei Mitarbeitern sind etwas vorsichtiger, hier rechnet nur jedes dritte Unternehmen (37 Prozent) mit Neueinstellungen. Junge IT- und Internet-Unternehmen, die bereits vier bis neun Mitarbeiter zählen, wollen dagegen zu 82 Prozent weitere Mitarbeiter einstellen, bei denen mit zehn bis 19 Mitarbeitern sind es 77 Prozent. Und bei den Start-ups mit 20 oder mehr Mitarbeitern wollen 89 Prozent ihre Beschäftigtenzahl ausweiten.
Fachkräftemangel trifft auch Gründerszene
Nicht immer finden Start-ups geeignete Kandidaten für offene Stellen. Jeder vierte Gründer (27 Prozent) nennt einen Mangel an Fachkräften als gravierendes Hemmnis für das eigene Unternehmen. Doch gerade bei Top-Programmierern und anderen Digital-Experten übersteigt die Nachfrage das Angebot auf dem Arbeitsmarkt deutlich. Hinzu kommt, dass Start-ups konkurrieren mit großen Konzernen, die ihren Bewerbern ganz andere Möglichkeiten bieten können.
Hinweis zur Methodik:
Grundlage war eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. 143 Gründer von IT- und Internet-Start-ups in Deutschland wurden befragt. Die Fragestellung lautete:
- „Wie viele Mitarbeiter sind aktuell in Ihrem Start-up beschäftigt?“
- „Wie hat sich die Anzahl der Mitarbeiter in Ihrem Start-up im vergangenen Jahr 2015 entwickelt?“
- „Wie wird sich die Anzahl der Mitarbeiter in Ihrem Start-up im Jahr 2016 voraussichtlich entwickeln?“
- „Welche dieser Hemmnisse schränken Ihr Start-up in Deutschland besonders stark ein?“
Bild: © Jakub Jirsák / fotolia.com
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