Gen Z entdeckt Absicherung neu – Chancenoptimismus als Versicherungstreiber

Veröffentlichung: 10.06.2025, 15:06 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Die junge Generation blickt wieder positiver in die Zukunft – und will sich besser absichern. Welche Rolle Lebensereignisse, Risikovorstellungen und TikTok spielen.

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Mit wachsendem Optimismus steigt auch das Bedürfnis nach Absicherung.Mit wachsendem Optimismus steigt auch das Bedürfnis nach Absicherung.DALL-E

Die Generation Z zeigt sich zunehmend optimistisch: Zwei Drittel (66 %) der 16- bis 30-Jährigen blicken laut einer aktuellen Marktuntersuchung von Sirius Campus zuversichtlich in ihre persönliche Zukunft. Vor zwei Jahren waren es nur 58 Prozent. Mit dem wachsenden Zukunftsoptimismus steigt auch das Bedürfnis nach Absicherung. Die jungen Menschen sehen Chancen insbesondere beim Vermögensaufbau (54 %), der gesundheitlichen Versorgung und bei der Familiengründung (47 %). Gleichzeitig empfinden sie hohe Wohnkosten, eingeschränkte Freizeitgestaltung und finanzielle Engpässe als größte Herausforderungen.

„Ein optimistischer Blick in die eigene Zukunft und der Wunsch nach beruflicher Selbstverwirklichung stehen in einem hohen Zusammenhang“, erläutert Dr. Oliver Gaedeke, Geschäftsführer von Sirius Campus. „Eine chancenorientierte Lebenseinstellung führt auch zu einem höheren Absicherungsbedürfnis.“

Junge Erwachsene mit dieser Einstellung verfügen bereits über mehr Versicherungen und zeigen eine höhere Abschlussbereitschaft. Besonders private Haftpflicht-, Hausrat- und Kfz-Versicherungen werden eigenständig abgeschlossen. Dabei zeigt sich eine nahezu ausgeglichene Präferenz zwischen Vermittler*innen und Direktabschlüssen über Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox. Entscheidend für einen Vertragsabschluss sind Lebensereignisse wie Autokauf, Geburt eines Kindes oder Berufseinstieg.

„Lebensereignisse sind ein Türöffner für Kommunikation“, betont Gaedeke. „Mit Content-Marketing rund um ein Lebensereignis können Versicherer ihre besonderen Marken- und Produktvorteile wirksamer verbreiten.“

Auch das persönliche Umfeld spielt eine Rolle: Wer selbst Schäden oder Unfälle erlebt oder bei Bekannten miterlebt hat, zeigt eine höhere Bereitschaft zur Absicherung. Beratungsgespräche sind besonders erfolgreich, wenn sie über mehrere Termine mit ausführlicher Risiko- und Vorsorgeanalyse geführt werden.

Digitale Kanäle wie TikTok gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Hier erzielen vor allem erklärende Videos hohe Aktivierungseffekte – etwa zu Hausratversicherung (R+V), Altersvorsorge (Allianz) oder Haftpflicht (DFV, HUK24). „Der Aufbau von Wissen über mögliche Risiken und wie eine Versicherung im Ernstfall hilft, verbessert die Vorstellungen über die Sinnhaftigkeit von Versicherungen“, so Gaedeke. „Das motiviert junge Leute für einen Versicherungsabschluss am stärksten.“ Humorvolle TikToks können hingegen die Markenbekanntheit stärken, aktivieren aber seltener zur Kontaktaufnahme.

Die Ergebnisse der Studie werden am 27. Juni in einem Online-Workshop vorgestellt.

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