Zurich: „Folgen des Klimawandels könnten Geschäftsmodell der Assekuranz gefährden“
Zurich Deutschland feiert 150 Jahre und setzt verstärkt auf Nachhaltigkeit, Klimarisikomanagement und innovative Lösungen für eine resiliente Zukunft. Aus gutem Grund: Denn die Folgen des Klimawandels könnten Geschäftsmodell der Assekuranz gefährden, warnt Deutschland-Chef Dr. Carsten Schildknecht.
Im Jahr 2025 blickt die Zurich Gruppe Deutschland auf 150 Jahre Unternehmensgeschichte zurück und nutzt dieses Jubiläum, um ihre Nachhaltigkeitsambitionen zu intensivieren. CEO Dr. Carsten Schildknecht betont: „Auf lange Sicht könnten die Folgen eines fortschreitenden Klimawandels auch Wohlstand und Wirtschaftswachstum sowie das Geschäftsmodell der Assekuranz gefährden.“
Zurich verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Klimarisiken identifiziert, mitigiert und Resilienzen stärkt. Mit „Zurich Resilience Solutions“ bietet der Versicherer maßgeschneiderte Beratung für Unternehmen, unterstützt durch das interaktive Tool „Climate Spotlight“. Dieses Tool analysiert Klimarisiken bis zum Jahr 2100 und hilft Unternehmen, ihre Klimastrategien zu optimieren.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Agri-Photovoltaik. Zurich entwickelt spezifische Versicherungsprodukte für diese Technologie, um die Energiewende in der Landwirtschaft zu unterstützen.
Im Rahmen des Jubiläumsjahres präsentiert Zurich zudem die Ausstellung „Amazônia“ des Fotografen Sebastião Salgado in Köln. Diese Ausstellung soll das Bewusstsein für den Klimawandel und den Schutz indigener Kulturen stärken. Die Ausstellung wird vom 29. Oktober 2025 bis 15. März 2026 im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) zu sehen sein.
Dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können, zeigt Zurichs Entwicklung seit dem Start des Strategie- und Kulturprogramms im Jahr 2018. CEO Dr. Carsten Schildknecht formuliert es so: „Wenn wir nachhaltige Erfolge sichern möchten, müssen wir uns von kurzfristigem Quartals- oder Jahresdenken lösen. Auch hier brauchen wir einen Perspektivenwechsel – das gilt in Bezug auf das Erreichen von Klima-Ambitionen ebenso wie bei der Definition von wirtschaftlichen Zielen.“
Seit dem Start des Programms konnte Zurich ihre Bruttoprämie in der Schaden- und Unfallversicherung bis 2024 marktüberdurchschnittlich um 6 Prozent p.a. auf 3.138 Mio. Euro steigern. In der Lebensversicherung wuchs das fondsgebundene Geschäft um 16 Prozent p.a. auf 180 Mio. Euro. Die Gesamtbeiträge lagen 2024 bei 5,8 Mrd. Euro. Die Zahl der Kundinnen und Kunden stieg seit 2018 von 4,3 auf 12,9 Mio.
Besondere Wachstumsimpulse kamen durch die Partnerschaft mit MediaMarkt Saturn, die Kooperation mit der Deutschen Bank und Postbank sowie das Wachstum bei DA Direkt und getolo. Mit einem Prämienplus von 73 Prozent allein bei Zahnzusatz- und Tierversicherungen steigt DA Direkt zur Nummer eins unter den deutschen InsurTechs auf. Die Zurich Gruppe Deutschland plant zudem die europäische Expansion dieses Digital Health Segments.
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