„Typisch Hagel“: R+V meldet 97 Millionen Euro Schadenaufwand

Veröffentlichung: 21.05.2025, 15:05 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Tief Frieda bringt Golfball-großen Hagel über Süddeutschland – das Schadenbild ist typisch: Dächer, Fenster, Karosserien. Die R+V zieht Bilanz und gibt Tipps zur Prävention.

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Hagel bleibt ein wetterbedingter Risikofaktor, der Kunden wie Versicherer gleichermaßen fordert.Hagel bleibt ein wetterbedingter Risikofaktor, der Kunden wie Versicherer gleichermaßen fordert.DALL-E

Hagel zählt zu den wetterbedingten Schäden mit besonders zerstörerischem Potenzial. Innerhalb kurzer Zeit entstehen tausende Einzelschäden – punktuell, aber heftig. So auch im Juli 2024, als das Tief „Frieda“ mit massiven Hagelkörnern über Bayern und Baden-Württemberg zog. Die R+V Versicherung hat jetzt ihre Hagelbilanz für das vergangene Jahr vorgelegt: Rund 97 Millionen Euro Schadenaufwand bei versicherten Kund*innen – davon entfallen 56 Millionen Euro auf Kfz-Schäden.

„Das ist typisch Hagel: Auf einen Schlag tausende Schäden, konzentriert auf eine begrenzte Region“, erklärt Martin Meier, Experte für Schadenmanagement bei der R+V Versicherung. Besonders das Tief Frieda habe im Juli für massive Schäden gesorgt – mit Golfball-großen Hagelkörnern, die Autos zerbeulten, Scheiben zerschlugen und Dächer beschädigten.

Kfz-Schäden dominieren die Hagelstatistik

Mit 56 Millionen Euro ist das Segment Kfz-Versicherung klar am stärksten betroffen. Schäden an Gebäuden und Hausrat machen den übrigen Anteil aus. Trotz der hohen Zahl liegt das Jahr 2024 laut R+V im moderaten Bereich – 2023 belief sich der Schadenaufwand noch auf fast 200 Millionen Euro. Dennoch zeigt sich ein struktureller Trend: steigende Wetterextreme und höhere Unwetterschäden durch klimatische Veränderungen.

Ursachen und Prävention

Die Hagelsaison beginnt laut Meier meist Ende Mai und reicht bis in den Herbst. Entscheidend seien heiße Tage und milde Nächte – ein Muster, das durch den Klimawandel wahrscheinlicher werde. „Die zunehmend warmen Sommer und der früh einsetzende Frühling begünstigen die Entstehung von Hagel.“

Zur Prävention empfiehlt Meier vor allem: Fahrzeuge rechtzeitig in Sicherheit bringen – idealerweise in der Garage, notfalls auch unter Brücken oder Überdachungen. Kommt es dennoch zu einem Schaden, sollte dieser sofort mit Fotos dokumentiert und der Versicherung gemeldet werden.

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