Der Anteil betroffener Unternehmen ist so niedrig wie seit Jahren nicht – doch das Problem ist nur aufgeschoben. Eine nachhaltige Lösung braucht strukturelle Reformen.
Nur noch gut jedes vierte Unternehmen meldet Engpässe
Der Fachkräftemangel in Deutschland hat sich im zweiten Quartal 2025 spürbar abgeschwächt. Laut aktuellem KfW-ifo-Fachkräftebarometer berichten nur noch 27,2 Prozent der Unternehmen von Einschränkungen aufgrund fehlenden Personals – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorquartal (32,0 Prozent) und insbesondere gegenüber dem Höchststand im Sommer 2022 (49,7 Prozent). Dennoch bleibt das Niveau historisch hoch.
Industrie erholt sich – Dienstleister weiter unter Druck
Im Verarbeitenden Gewerbe sank der Anteil betroffener Unternehmen auf 17,9 Prozent – weniger als halb so viel wie zum Höchststand im Jahr 2022 (44,5 Prozent). Trotzdem liegt dieser Wert noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt von 3,7 Prozent (1991–2010).
Im Dienstleistungssektor bleibt die Lage hingegen angespannt: 32,9 Prozent der Unternehmen berichten über Personalengpässe. Besonders betroffen sind Kanzleien (64,6 Prozent) und der Verkehrssektor (über 40 Prozent).
Fachkräftelücke zeigt sich stark branchenabhängig
Die Unterschiede zwischen den Branchen sind erheblich. Während Hersteller von Bekleidung derzeit gar keinen Fachkräftemangel melden (0 Prozent), kämpfen Leder- und Schuhhersteller (55,0 Prozent) sowie Metallbetriebe (26,5 Prozent) weiterhin mit Engpässen. Auch die Möbel- und Pharmaindustrie zeigt vergleichsweise geringe Betroffenheit.
Strukturelles Problem bleibt bestehen
Trotz der aktuellen Entlastung sieht die KfW den Fachkräftemangel nicht als dauerhaft gelöst an. „Dass derzeit weniger Unternehmen das Problem als gravierend empfinden, ist nur eine Momentaufnahme“, so Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. Mit einer konjunkturellen Erholung sei mit einem Wiederanstieg zu rechnen.
Die KfW fordert daher langfristige Maßnahmen wie eine höhere Erwerbsbeteiligung, gezielte Zuwanderung und Investitionen in Produktivität.
Erhebung beruht auf breiter Unternehmensbefragung
Das KfW-ifo-Fachkräftebarometer basiert auf den Konjunkturumfragen des ifo Instituts. Quartalsweise werden rund 9.000 Unternehmen befragt, darunter 7.500 mittelständische Betriebe. Die Veröffentlichung erfolgt jeweils im Frühsommer und im Herbst.
Der Anteil betroffener Unternehmen ist so niedrig wie seit Jahren nicht – doch das Problem ist nur aufgeschoben. Eine nachhaltige Lösung braucht strukturelle Reformen.
Nur noch gut jedes vierte Unternehmen meldet Engpässe
Der Fachkräftemangel in Deutschland hat sich im zweiten Quartal 2025 spürbar abgeschwächt. Laut aktuellem KfW-ifo-Fachkräftebarometer berichten nur noch 27,2 Prozent der Unternehmen von Einschränkungen aufgrund fehlenden Personals – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorquartal (32,0 Prozent) und insbesondere gegenüber dem Höchststand im Sommer 2022 (49,7 Prozent). Dennoch bleibt das Niveau historisch hoch.
Industrie erholt sich – Dienstleister weiter unter Druck
Im Verarbeitenden Gewerbe sank der Anteil betroffener Unternehmen auf 17,9 Prozent – weniger als halb so viel wie zum Höchststand im Jahr 2022 (44,5 Prozent). Trotzdem liegt dieser Wert noch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt von 3,7 Prozent (1991–2010).
Im Dienstleistungssektor bleibt die Lage hingegen angespannt: 32,9 Prozent der Unternehmen berichten über Personalengpässe. Besonders betroffen sind Kanzleien (64,6 Prozent) und der Verkehrssektor (über 40 Prozent).
Fachkräftelücke zeigt sich stark branchenabhängig
Die Unterschiede zwischen den Branchen sind erheblich. Während Hersteller von Bekleidung derzeit gar keinen Fachkräftemangel melden (0 Prozent), kämpfen Leder- und Schuhhersteller (55,0 Prozent) sowie Metallbetriebe (26,5 Prozent) weiterhin mit Engpässen. Auch die Möbel- und Pharmaindustrie zeigt vergleichsweise geringe Betroffenheit.
Strukturelles Problem bleibt bestehen
Trotz der aktuellen Entlastung sieht die KfW den Fachkräftemangel nicht als dauerhaft gelöst an.
„Dass derzeit weniger Unternehmen das Problem als gravierend empfinden, ist nur eine Momentaufnahme“, so Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.
Mit einer konjunkturellen Erholung sei mit einem Wiederanstieg zu rechnen. Die KfW fordert daher langfristige Maßnahmen wie eine höhere Erwerbsbeteiligung, gezielte Zuwanderung und Investitionen in Produktivität.
Erhebung beruht auf breiter Unternehmensbefragung
Das KfW-ifo-Fachkräftebarometer basiert auf den Konjunkturumfragen des ifo Instituts. Quartalsweise werden rund 9.000 Unternehmen befragt, darunter 7.500 mittelständische Betriebe. Die Veröffentlichung erfolgt jeweils im Frühsommer und im Herbst.
Themen:
LESEN SIE AUCH
Nachfolgekrise im Mittelstand spitzt sich zu
Kein Aufschwung in Sicht: Unternehmen streichen Stellen und kürzen Investitionen
Arbeitsmarkt mit schwacher Herbstbelebung – Stellenabbau in Industrie und Handel setzt sich fort
Fast 200.000 Unternehmensschließungen: Deutsche Wirtschaft verliert weiter an Substanz
Unsere Themen im Überblick
Themenwelt
Wirtschaft
Management
Recht
Finanzen
Assekuranz
Swiss Life hält Gesamtverzinsung 2026 stabil
CLARK und Hypoport InsurTech vertiefen Kooperation
IDEAL hält laufende Verzinsung 2026 stabil
blau direkt übernimmt Main-Finanzkanzlei
Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk
Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.













