Baufinanzierung: Zinsbindung auf Rekordtief

Veröffentlichung: 15.05.2025, 09:05 Uhr - Lesezeit 2 Minuten

Zwischen Zinsdynamik, Förderpolitik und flexibler Laufzeitgestaltung: Die Baufinanzierung in Deutschland bleibt im Umbruch. Der Dr. Klein Trendindikator (DTB) zeigt für April einen Rückgang der durchschnittlichen Darlehenssumme - bei gleichzeitig leicht steigender Standardrate.

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Der Baufinanzierungsmarkt bleibt in Bewegung – zwischen Zinsdynamik, Förderpolitik und flexibler Laufzeitgestaltung.Der Baufinanzierungsmarkt bleibt in Bewegung – zwischen Zinsdynamik, Förderpolitik und flexibler Laufzeitgestaltung.JHertle / pixabay

Der Dr. Klein Trendindikator (DTB) zeigt für April einen Rückgang der durchschnittlichen Darlehenssumme auf 310.000 Euro – bei gleichzeitig leicht steigender Standardrate auf 1.458 Euro. Ausschlaggebend waren vorübergehende Zinsanstiege im März. Die Berechnungen basieren auf einer Musterfinanzierung mit 300.000 Euro Darlehen, zehnjähriger Zinsbindung und 80 Prozent Beleihungsauslauf.

Auffällig: Die Zinsbindung ist mit durchschnittlich zehn Jahren und sieben Monaten so kurz wie zuletzt im Januar 2011 – ein 14-Jahres-Tief. Offenbar reagieren viele Kreditnehmende flexibler auf die Marktlage und nutzen das Sonderkündigungsrecht nach zehn Jahren. Der durchschnittliche Tilgungssatz liegt stabil bei 1,73 Prozent.

Der Beleihungsauslauf steigt im Vergleich zum März leicht auf 86,19 Prozent – bleibt jedoch unter der 87-Prozent-Marke, die seit Jahresbeginn nicht überschritten wurde. Der Anteil von KfW-Darlehen am gesamten Finanzierungsvolumen fällt mit 7,52 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Monaten. Im Oktober 2024 lag dieser noch bei 9,34 Prozent.

Ob und wie sich die geplanten Förderkürzungen im schwarz-roten Koalitionsvertrag künftig auf den KfW-Anteil auswirken, bleibt abzuwarten. Zwar sind Entlastungen bei der Antragstellung angekündigt, doch gleichzeitig sollen die Mittel um rund eine Milliarde Euro sinken.

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