Recyclingbranche unter Feuer: Warum Entsorger kaum noch Versicherungsschutz finden
Brände in Recyclinganlagen nehmen wieder zu – und mit ihnen die Prämien. Für Vermittler stellt sich die Frage: Wer bietet überhaupt noch tragfähigen Versicherungsschutz für diese Hochrisiko-Branche? Die Hübener Versicherung bleibt eine der letzten Adressen mit Branchenspezialisierung.
Die Zahl der Brände in Recycling- und Entsorgungsbetrieben steigt – insbesondere im ersten Quartal 2025. Allein in den letzten Wochen kam es zu größeren Brandereignissen in Löhne, Elsenfeld, Augsburg, Forchheim und vielen weiteren Städten. Für Versicherer bedeutet das: steigende Schadenaufwände in einem ohnehin angespannten Markt. Für Vermittler wird es zunehmend schwieriger, überhaupt noch Versicherer zu finden, die Feuerrisiken dieser Art zeichnen.
Die Ursachen sind vielfältig: falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus, technische Defekte, unsachgemäße Entsorgung von Gasflaschen – aber auch wirtschaftlicher Druck und Personalmangel in den Betrieben. In der Folge wird an Wartung und Prävention gespart, Qualifikation leidet, und das Risiko steigt. Auch klimatische Bedingungen wie Trockenheit begünstigen die Brandausbreitung erheblich.
„Wir stehen seit vielen Jahren verlässlich an der Seite der Entsorgungswirtschaft“, sagt Dietmar Linde, Vorstand Betrieb der Hübener Versicherung, einem der wenigen verbleibenden Anbieter in diesem Segment. Viele andere Versicherer haben sich aus dem Markt zurückgezogen – oder bieten Policen nur noch zu stark verschärften Konditionen. Vermittler stehen dadurch vor der Herausforderung, Versicherungsschutz in einem hart regulierten Spezialmarkt zu organisieren.
Gerade hier sind spezialisiertes Know-how und branchenspezifische Lösungen gefragt. Die Hübener Versicherung setzt dabei nicht nur auf Risikotransfer, sondern auch auf Prävention. Vertragsbedingungen reflektieren die besonderen Risiken der Branche – etwa durch Anforderungen an organisatorische Maßnahmen, die oft kostengünstiger umzusetzen sind als technische Brandschutzmaßnahmen. Für Makler bedeutet das: Wer Recyclingbetriebe versichern will, sollte sich intensiv mit Obliegenheiten und Risikomanagementkonzepten auseinandersetzen.
Denn klar ist: Ohne angepassten Schutz drohen Entsorgern nicht nur finanzielle Risiken, sondern auch langfristige Probleme beim Re-Entry in den Versicherungsmarkt – ein Aspekt, der in der Kundenberatung nicht unterschätzt werden darf.
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