Outsourcing: Finanzdienstleister zwischen Cloud-Zukunft und Kostendruck

Veröffentlichung: 09.04.2025, 15:04 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Outsourcing im Finanzsektor: Zwischen Cloud-Potenzial, Kostendruck und ESG-Auflagen – eine neue PwC-Studie zeigt, wo Banken und Versicherer nachjustieren müssen.

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Die Potenziale von Outsourcing werden bei weitem nicht ausgeschöpft, so eine PwC-Studie.Die Potenziale von Outsourcing werden bei weitem nicht ausgeschöpft, so eine PwC-Studie.Grok

Die aktuelle Outsourcing-Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland und ihrer Strategieberatung Strategy& untersucht den Status quo von Auslagerungen im Finanzdienstleistungssektor. 161 Banken, Kreditinstitute und Finanzdienstleister haben daran teilgenommen – mit klaren Erkenntnissen: Die Potenziale von Outsourcing werden bei weitem nicht ausgeschöpft, technologische Transformation schreitet zögerlich voran und Nachhaltigkeit gewinnt an strategischer Relevanz.

Kosteneffizienz bleibt hinter Erwartungen zurück

Zwar gilt Outsourcing inzwischen als strategisches Muss, doch über die Hälfte der befragten Institute (57 %) gibt an, die angestrebten Einsparungen nur teilweise oder gar nicht zu erreichen. Die Hauptursache liegt in mangelnder Kostentransparenz: Lediglich 21 % der Befragten kennen ihre Kostentreiber im Outsourcing-Prozess genau. Angesichts steigender Kosten in den kommenden Jahren sei hier dringender Handlungsbedarf gegeben, so die Studienautoren.

Cloud-Transformation bleibt zäh – Skepsis dominiert

Während Cloud-Lösungen als Modernisierungstreiber gelten, betreiben 65 % der Institute ihre Systeme weiterhin primär on-premise. Besonders im Vertragsmanagement und Backoffice hinkt der Cloud-Einsatz hinterher. Die Kluft zwischen Early Adopters und Nachzüglern verkleinert sich zwar, doch viele Unternehmen setzen noch immer auf eine abwartende Haltung. PwC empfiehlt risikoarme Pilotprojekte zur Erprobung von Cloud-Services.

Nachhaltigkeit wird zum Auswahlkriterium

Die Studie zeigt zudem: Nachhaltigkeit ist im Outsourcing angekommen. Fast 60 % der befragten Institute sehen ihre Dienstleister als wichtigen Hebel zur Erreichung eigener Nachhaltigkeitsziele. Gleichzeitig stehen sie unter zunehmendem regulatorischem Druck – über 95 % geben an, dass Regularien das Outsourcing-Management maßgeblich beeinflussen.

Strategie neu ausrichten

„Erfolgreiches Outsourcing in der Finanzbranche erfordert heute mehr denn je ein ausgewogenes Zusammenspiel von Kostenkontrolle, technologischer Innovation und regulatorischer Compliance“, betont Torsten Eistert, Partner bei Strategy& Deutschland. Nur so könnten Finanzinstitute langfristig wettbewerbsfähig bleiben und ihre Transformationsziele erreichen.

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