Sportunfälle 2024: ERGO veröffentlicht neue Unfallstatistik pünktlich zur Frauen-EM

Veröffentlichung: 30.06.2025, 14:06 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Fußball, Skisport, E-Bikes – wo Sport zur Gefahr wird: Die neue Unfallstatistik von ERGO zeigt, welche Sportarten 2024 besonders viele Verletzungen verursacht haben. Wer denkt, es trifft nur die Profis, liegt falsch. Besonders auffällig: Eine beliebte Sommersportart ist aus den Top Ten verschwunden.

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Die neue Unfallstatistik von ERGO zeigt, welche Sportarten 2024 besonders viele Verletzungen verursacht haben.Die neue Unfallstatistik von ERGO zeigt, welche Sportarten 2024 besonders viele Verletzungen verursacht haben.DALL-E

Sportunfälle im Überblick: Die ERGO-Unfallstatistik 2024 im Detail

Kurz vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft der Frauen veröffentlicht die ERGO Versicherung ihre aktuelle Unfallstatistik. Sie zeigt: Die Zahl der gemeldeten Sportunfälle bleibt mit 6.615 nahezu konstant – aber die Verteilung und Dynamik innerhalb der Sportarten geben neue Impulse für Diskussionen rund um Schutz, Prävention und Versicherung.

Top 3 der gemeldeten Sportunfälle:

  • Fußball (2.425 Unfälle / 36,7 % Anteil): Unangefochten an der Spitze. Im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 8,2 %. Kreuzbandrisse und Meniskusschäden zählen weiterhin zu den häufigsten Verletzungen.
  • Skisport (929 Unfälle / 14,0 % Anteil): Zwar Platz zwei, aber ein Rückgang von 11,1 % gegenüber 2023. Mögliche Ursache: Schneemangel und geschlossene Skigebiete.
  • Radsport (684 Unfälle / 10,3 % Anteil): Leichter Anstieg um 5,1 %. Ursache: steigende Zahl an E-Bikes und zunehmender Radverkehr im urbanen Raum.

Platz 4 bis 10 der Unfallstatistik 2024:

  • Reitsport (inkl. Polo) – 213 Unfälle (3,2 %)
  • Handball – 192 Unfälle (2,9 %)
  • Volleyball – 133 Unfälle (2,0 %)
  • Tennis – 83 Unfälle (1,3 %)
  • Basketball – 78 Unfälle (1,2 %)
  • Schlittschuhlaufen – 77 Unfälle (1,2 %)
  • Wassersport (inkl. Wasserball) – 74 Unfälle (1,1 %)

Nicht mehr unter den Top Ten: Inlineskaten – ein Hinweis darauf, dass sich Freizeitgewohnheiten und Risikoverhalten verschieben.
Viele Unfälle passieren durch mangelnde Vorbereitung: fehlendes Aufwärmen, falsche Ausrüstung, überschätzte Fähigkeiten. Die Statistik kann daher auch als Denkanstoß verstanden werden – für Schulen, Vereine, Trainer, aber auch für Eltern und Freizeitaktive.

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