Angst vor Altersarmut: Fast jede zweite Frau fühlt sich finanziell unzureichend abgesichert

Veröffentlichung: 08.03.2025, 09:03 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Frauen blicken mit deutlich mehr Sorgen auf ihre finanzielle Zukunft als Männer. Fast jede zweite Frau hält ihre Altersvorsorge für unzureichend – während Männer wesentlich optimistischer sind.

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Frauen blicken mit deutlich mehr Sorgen auf ihre finanzielle Zukunft als Männer.Frauen blicken mit deutlich mehr Sorgen auf ihre finanzielle Zukunft als Männer.Grok

Laut einer aktuellen Verivox-Studie haben 48 Prozent der Frauen erhebliche Sorgen um ihre finanzielle Absicherung im Alter. Weitere 12 Prozent sind unsicher, wie gut sie für den Ruhestand gerüstet sind. Nur 40 Prozent der Frauen erwarten, im Alter finanziell gut zurechtzukommen – und lediglich 5 Prozent gehen von einer sehr guten Absicherung aus.

Männer zeigen sich deutlich optimistischer: 58 Prozent von ihnen blicken zuversichtlich in die Zukunft, während nur 36 Prozent finanzielle Einschränkungen im Ruhestand befürchten.

Maßnahmen für mehr finanzielle Sicherheit

Die Befragten nannten drei zentrale Maßnahmen, die Frauen dabei helfen könnten, ihre finanzielle Situation zu verbessern:

  • Bessere Kinderbetreuung: 64 Prozent der Frauen sehen in einem verbesserten Betreuungsangebot eine Chance, um ihre Berufstätigkeit zu steigern und ihre Altersvorsorge zu sichern.
  • Gesetzliche Lohngleichheit: 61 Prozent wünschen sich mehr gesetzliche Regelungen für gleiche Bezahlung.
  • Flexiblere Arbeitszeitmodelle: 59 Prozent halten flexiblere Arbeitszeiten für notwendig, um Familie und Karriere besser zu vereinbaren.

Generell rechnet eine große Mehrheit der Deutschen mit finanziellen Einbußen im Ruhestand: 76 Prozent erwarten Einschränkungen. Dabei machen sich Frauen größere Sorgen als Männer – 32 Prozent rechnen mit erheblichen Einschnitten, während dieser Anteil bei Männern nur 26 Prozent beträgt.
„Um im Alter finanziell abgesichert zu sein, sollten Frauen möglichst frühzeitig ihre finanzielle Situation analysieren und aktiv vorsorgen“, rät Sandra Vollmer, Geschäftsführerin der Verivox GmbH. Eine offene Kommunikation über Geld in Partnerschaften und Familien könne helfen, finanzielle Ungleichheiten abzufedern und eine gerechtere Verteilung von Care-Arbeit und Vorsorgemöglichkeiten zu ermöglichen.

Über die Studie:
Für die Umfrage im Auftrag von Verivox hat das Meinungsforschungsinstitut Innofact im Januar 2025 insgesamt 1.024 Personen online und bevölkerungsrepräsentativ befragt. Die Befragten entstammen einem ISO-zertifizierten Online-Panel mit rund 500.000 Teilnehmenden.

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