Leitungswasserschäden: INTER testet KI-gestützte Lösung zur Früherkennung
Leitungswasserschäden mit Hilfe von KI rechtzeitig erkennen - das ist das erklärte Ziel einer Kooperation zwischen der INTER und dem Start-Up Enzo. Für ausgewählte INTER-Kunden beginnt eine Testphase.
Leitungswasserschäden gehören zu den größten Herausforderungen für die Versicherungswirtschaft. Im Jahr 2023 beliefen sich die Schäden durch undichte Wasserleitungen in Deutschland auf 4,5 Milliarden Euro. Sie machen knapp die Hälfte aller Gebäudeversicherungskosten aus und verursachen damit höhere Ausgaben als Sturm- oder Feuerschäden. Angesichts dieser Zahlen gewinnen präventive Maßnahmen zunehmend an Bedeutung.
Pilotprojekt mit Sensor-Technologie
Die INTER Versicherung kooperiert ab sofort mit dem Start-up Enzo, um Wasserschäden frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Im Rahmen eines Pilotprojekts erhalten ausgewählte Kundinnen und Kunden einen one.drop Sensor, der am Hauptwasserrohr im Keller angebracht wird. Dieser Sensor überwacht den Wasserverbrauch und analysiert die Daten mithilfe künstlicher Intelligenz.
Registriert das System eine Leckage oder ungewöhnliche Verbrauchsmuster, werden die Versicherten direkt über eine App sowie per E-Mail informiert. Ziel ist es, Schäden entweder ganz zu verhindern oder deren Ausmaß erheblich zu reduzieren.
Vorteile für Kunden und Versicherer
„Für uns geht es mit dieser neuen Kooperation vor allem darum, wie mithilfe intelligenter Technik Schäden bei unseren Kunden minimiert werden können – in finanzieller wie in materieller Hinsicht“, erklärt INTER-Vorstandssprecher Roberto Svenda. „Prävention ist hier das Stichwort: Wasserschäden bleiben unserer Erfahrung nach leider oftmals viel zu lange unentdeckt. Der Reparaturaufwand wird dann am Ende deutlich größer, als es eigentlich nötig gewesen wäre.“
Auch Enzo-Geschäftsführer Sascha Wolf sieht in der Zusammenarbeit einen innovativen Ansatz: „Mit der INTER verbindet uns die gemeinsame Vision, Versicherung neu zu denken – nicht mehr nur als reaktiver Schadenregulierer, sondern als aktiver Risikomanager.“
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