Weltwirtschaft: Länderrisiken sinken – doch Handelskonflikte und Protektionismus bedrohen Wachstum

Veröffentlichung: 04.02.2025, 10:02 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Der Allianz Trade Länder-Risikoatlas 2025 zeigt eine weltweite Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: 48 Volkswirtschaften wurden hochgestuft, nur fünf herabgestuft. Doch geopolitische Spannungen und Protektionismus könnten den positiven Trend schnell umkehren.

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Der Allianz Trade Länder-Risikoatlas 2025 zeigt eine weltweite Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: 48 Volkswirtschaften wurden hochgestuft, nur fünf herabgestuft.Der Allianz Trade Länder-Risikoatlas 2025 zeigt eine weltweite Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: 48 Volkswirtschaften wurden hochgestuft, nur fünf herabgestuft.JoshuaWoroniecki / pixabay

Der neu veröffentlichte Allianz Trade Länder-Risikoatlas zeigt eine deutliche Verbesserung der globalen wirtschaftlichen Stabilität. 48 Volkswirtschaften wurden heraufgestuft, darunter viele Schwellenländer in Lateinamerika, Asien-Pazifik und Europa. Gleichzeitig wurden nur fünf Länder herabgestuft, vor allem im Mittleren Osten.

Positive Entwicklung in Schwellenländern

„Die hochgestuften Volkswirtschaften machen rund 17 % des globalen BIP aus“, erklärt Luca Moneta, Senior Volkswirt bei Allianz Trade. Besonders positiv entwickelte sich Lateinamerika, mit Hochstufungen in Brasilien, Chile, Paraguay und Costa Rica. Auch in Europa verbesserten sich Länder wie Portugal, Bulgarien, Tschechien und Ungarn.

Doch die Allianz Trade Experten warnen davor, diese Entwicklung zu überschätzen: „Zwei Drittel der Hochstufungen basieren auf kurzfristigen Indikatoren. Das deutet darauf hin, dass diese Verbesserungen zyklisch und nicht dauerhaft sind.“

Abstufungen im Nahen Osten – wirtschaftliche Unsicherheiten wachsen

Im Gegensatz dazu wurden Länder wie Bahrain, Israel und Kuwait aufgrund anhaltender Spannungen in der Lieferkette und Rohstoffpreisentwicklungen herabgestuft.

Gefahren durch neue Handelskonflikte und Protektionismus

Trotz der positiven Entwicklungen bleiben weltweite Handelsrisiken hoch. Laut Allianz Trade könnten neue protektionistische Maßnahmen Lieferketten belasten und die wirtschaftliche Stabilität gefährden.

„Die globalen Wirtschaftsaussichten haben sich durch sinkende Inflation und verbesserte Liquiditätsbedingungen insgesamt erholt“, sagt Aylin Somersan Coqui, CEO von Allianz Trade. „Doch Länder mit hohen Einkommen stehen weiterhin unter politischem Druck, und der zunehmende Protektionismus könnte bestehende Verbesserungen schnell zunichtemachen.“

Wirtschaftliche Wachsamkeit bleibt entscheidend

Die Allianz Trade Experten raten Unternehmen, sich auf weiterhin volatile Märkte einzustellen:

  • Handelskonflikte und Zölle können Lieferketten destabilisieren
  • Schwellenländer bieten Chancen, bleiben aber wirtschaftlich anfällig
  • Politische Unsicherheiten und neue Regulierungen erfordern strategische Anpassungen
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