Änderungen in der Rentenversicherung 2025 – Was sich für Versicherte ändert

Veröffentlichung: 18.12.2024, 09:12 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

In der gesetzlichen Rentenversicherung treten zum 1. Januar 2025 zahlreiche Änderungen in Kraft. Neben stabilen Beitragssätzen und neuen Hinzuverdienstgrenzen gibt es höhere Beitragsbemessungsgrenzen, steigende Minijob-Grenzen und Anpassungen bei der freiwilligen Versicherung.

(PDF)
cms.nfzsqDRV / Wiedl

Die Deutsche Rentenversicherung Bund informiert über wichtige Änderungen, die ab Januar 2025 für Versicherte gelten.

  • Beitragssatz bleibt stabil
    Zum achten Mal in Folge bleibt der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bei 18,6 Prozent. Auch die Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile ändern sich nicht.
  • Höhere Hinzuverdienstgrenzen
    Für Renten wegen Erwerbsminderung steigen die Hinzuverdienstgrenzen deutlich: Bei voller Erwerbsminderung sind bis zu 19.661 Euro jährlich möglich, bei teilweiser Erwerbsminderung liegt die Grenze bei 39.322 Euro.
  • Altersgrenzen und Abschläge
    Die Regelaltersgrenze wird weiterhin schrittweise auf 67 Jahre angehoben. 1960 Geborene erreichen ihre reguläre Altersgrenze mit 66 Jahren und 4 Monaten. Für die Rente für langjährig Versicherte steigt der Abschlag bei einem Rentenbeginn mit 63 Jahren auf 13,2 Prozent.
  • Beitragsbemessungsgrenzen vereinheitlicht
    Erstmals fallen die Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern weg. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt ab 2025 einheitlich bei 8.050 Euro monatlich, während die Bezugsgröße auf 3.745 Euro steigt.
  • Freiwillige Versicherung
    Der Mindestbeitrag erhöht sich auf 103,42 Euro pro Monat, während der Höchstbeitrag bei 1.497,30 Euro liegt. Freiwillige Beiträge können weiter genutzt werden, um Rentenansprüche zu erhöhen.
  • Steueranteil für Neurentner steigt
    Wer 2025 in den Ruhestand geht, muss einen höheren Anteil der Rente versteuern. Der steuerpflichtige Anteil steigt auf 83,5 Prozent. Bestandsrenten bleiben unberührt.
  • Beitragssatz für Kranken- und Pflegeversicherung
    Geplant ist eine Erhöhung des Beitragssatzes für die Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte. Auch die Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung könnten steigen, abhängig von den Krankenkassen.
(PDF)

LESEN SIE AUCH

Wer noch freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung für das Jahr 2024 leisten möchte, hat dafür bis zum 31. März 2025 Zeit. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin.Wer noch freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung für das Jahr 2024 leisten möchte, hat dafür bis zum 31. März 2025 Zeit. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin.DRV / Wiedl
Fürs Alter

Freiwillige Rentenbeiträge: Bis 31. März 2025 rückwirkend für 2024 einzahlen

Wer noch freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung für das Jahr 2024 leisten möchte, hat dafür bis zum 31. März 2025 Zeit. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin.
Anja PielAnja PielVon Foto-AG Melle - Eigenes Werk
Köpfe

Anja Piel übernimmt Vorsitz: Wechsel an der Spitze der Rentenversicherung

Anja Piel übernimmt den Vorsitz des DRV-Bundesvorstandes. Warum die soziale Selbstverwaltung in der Rentenreform an Bedeutung gewinnt.
Zum Jahreswechsel werden die Rechengrößen der Sozialversicherung neu justiert. 2027 steigen unter anderem die Beitragsbemessungsgrenzen und die Jahresarbeitsentgeltgrenze – mit Folgen für Sozialversicherungsbeiträge, PKV-Zugang und betriebliche Altersversorgung.Zum Jahreswechsel werden die Rechengrößen der Sozialversicherung neu justiert. 2027 steigen unter anderem die Beitragsbemessungsgrenzen und die Jahresarbeitsentgeltgrenze – mit Folgen für Sozialversicherungsbeiträge, PKV-Zugang und betriebliche Altersversorgung.experten.de, KI-generiert
Politik

Sozialversicherungs-Rechengrößen 2027: Diese Grenzen steigen zum Jahreswechsel

Die Rechengrößen der Sozialversicherung steigen 2027 erneut. Besonders kräftig fällt der Sprung bei Krankenversicherung und Jahresarbeitsentgeltgrenze aus. Die neuen Werte wirken jedoch weit über die Sozialversicherungsbeiträge hinaus: Auch wichtige Grenzen in der betrieblichen Altersversorgung verändern sich.
Die Bevölkerung Deutschlands schrumpft wieder. Für Versicherer ist das weit mehr als eine statistische Nachricht: Die Finanzierungsfrage der sozialen Sicherungssysteme rückt in den Mittelpunkt.Die Bevölkerung Deutschlands schrumpft wieder. Für Versicherer ist das weit mehr als eine statistische Nachricht: Die Finanzierungsfrage der sozialen Sicherungssysteme rückt in den Mittelpunkt.Adobe
Verbraucher

Deutschlands Bevölkerung schrumpft wieder – für die Versicherungswirtschaft beginnt eine neue Phase des demografischen Risikos

Deutschlands Bevölkerung schrumpft erstmals seit Jahren. Für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung verschärft sich damit der demografische Druck.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

Beihilfe im Wandel
Ausgabe 10/26

Beihilfe im Wandel

Dr. Günther Blaich, Dr. Gerd Sautter und Fabian Ober - INTER
"Der Vermittler muss Herr seiner Daten bleiben"
Ausgabe 07/26

"Der Vermittler muss Herr seiner Daten bleiben"

Klaus Liebig und Robert Schmidt, Geschäftsführer der vfm Gruppe
"Nicht laut, aber immer noch relevant"
Ausgabe 05/26

"Nicht laut, aber immer noch relevant"

Wibke Becker - Generalbevollmächtigte & Leiterin Maklervertrieb - Continentale - Mannheimer - EUROPA
"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht