Hohe Sparquote in Deutschland: Haushalte legen mehr Geld zur Seite

Veröffentlichung: 12.11.2024, 10:11 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Hohe Sparquote in Deutschland: Im Jahr 2023 legten deutsche Haushalte 10,4 % ihres Einkommens zur Seite – weit über dem Durchschnitt anderer Industriestaaten.

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Im Jahr 2023 haben die privaten Haushalte in Deutschland 10,4 % ihres Einkommens gespart. Diese Sparquote ist im Vergleich zu anderen Industriestaaten hoch. Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) legten Haushalte in Italien lediglich 0,3 %, in Japan 2,8 % und in den USA 4,7 % ihres verfügbaren Einkommens beiseite. Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte anlässlich des 100. Weltspartages am 31. Oktober mit, dass nur wenige Staaten höhere Sparquoten als Deutschland aufwiesen. Dazu gehörten die Schweiz mit 19,4 % und die Niederlande mit 12,7 %.

Die aktuelle Sparquote in Deutschland für das erste Halbjahr 2024 liegt saisonbereinigt bei 11,1 %. Dies ist ein Anstieg um 1,0 Prozentpunkt im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Während der Covid-19-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 konsumierten die Menschen weniger als gewöhnlich, was zu einer um bis zu sechs Prozentpunkte höheren Sparquote führte.

Eine Sparquote von 11,1 % bedeutet, dass die privaten Haushalte im Durchschnitt 11,10 Euro von je 100 Euro verfügbarem Einkommen sparen. Monatlich entspricht dies einem Betrag von durchschnittlich 280 Euro je Einwohnerin und Einwohner. Dieser Durchschnittswert lässt jedoch keine Rückschlüsse auf einzelne Haushalte zu, da es je nach Einkommenshöhe, Lebenslage und Sparneigung erhebliche Unterschiede gibt. Während einige Haushalte beträchtliche Summen sparen können, bleibt bei anderen am Ende des Monats wenig oder nichts übrig.

Die makroökonomischen Daten aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ermöglichen es, das gesamtwirtschaftliche Sparvolumen der privaten Haushalte zu ermitteln und einen Durchschnittswert zu bestimmen. Im ersten Halbjahr 2024 belief sich das saisonbereinigte gesamtwirtschaftliche Sparvolumen auf 142 Milliarden Euro nach Abzug von Abschreibungen, beispielsweise auf selbstgenutzte oder vermietete Wohnungen.

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