Depressionen als BU-Risiko stark unterschätzt

Veröffentlichung: 06.11.2024, 10:11 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Psychische Erkrankungen wie Depressionen stellen das häufigste Risiko für Berufsunfähigkeit dar, zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag von Swiss Life. Dennoch sehen viele Menschen das Risiko einer eigenen Erkrankung als gering an – ein gefährlicher Trugschluss.

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Stefan Holzer, Geschäftsleiter Market Management Versicherung, Swiss Life DeutschlandStefan Holzer, Geschäftsleiter Market Management Versicherung, Swiss Life DeutschlandSwiss Life

Obwohl psychische Erkrankungen wie Burnout und Depressionen mittlerweile die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit darstellen, wird dieses Risiko von vielen Menschen nach wie vor unterschätzt. Eine repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag von Swiss Life Deutschland zeigt, dass 45 Prozent der Befragten psychische Erkrankungen als Hauptursache für den Verlust der Erwerbstätigkeit erkennen. Doch nur neun Prozent sorgen sich konkret, selbst an einer Depression zu erkranken. „Hier besteht eine hohe Diskrepanz zwischen der Risiko-Wahrnehmung der Befragten und der Realität“, erklärt Stefan Holzer, Leiter Market Management Versicherung bei Swiss Life Deutschland. Er sieht weiteren Aufklärungsbedarf, um die Menschen zu sensibilisieren und für frühzeitige Vorsorge zu gewinnen.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass viele Menschen das Risiko der Berufsunfähigkeit unterschätzen: Rund 70 Prozent glauben, ihren Beruf bis zum Rentenalter ausüben zu können. Die tatsächlichen Zahlen zeichnen jedoch ein anderes Bild, denn etwa jede vierte berufstätige Person wird im Laufe des Arbeitslebens einmal berufsunfähig. „Dies gilt keineswegs nur für körperlich anstrengende Berufe“, betont Holzer. Auch vermeintlich „sichere“ Berufe im akademischen Bereich seien zunehmend durch psychische Belastungen gefährdet, insbesondere seit der Corona-Pandemie.

Eine frühzeitige Absicherung gegen Berufsunfähigkeit wird zunehmend wichtiger, um das Einkommen langfristig abzusichern. Die Versicherungsexpertinnen und -experten von Swiss Life sehen hier eine wichtige Aufgabe der Branche: Menschen rechtzeitig für den Schutz ihrer Arbeitskraft zu sensibilisieren und das Bewusstsein für die Realität der Berufsunfähigkeit zu stärken.

Über die Studie:
Im Auftrag von Swiss Life Deutschland wurde die BU-Umfrage im Sommer 2024 vom Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland durchgeführt. Die Umfrage basiert auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panel Deutschland. Befragt wurden im Zeitraum vom 06.08. bis 08.08.2024 insgesamt 2112 Befragte, bevölkerungsrepräsentativ nach Alter (ab 18 Jahren), Geschlecht und Region, von denen 1.437 dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen, also noch nicht verrentet waren, und 1.165 erwerbstätig waren. Die dargestellten Zahlen beziehen sich nur auf Erwerbstätige.

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