Riskanter Raser oder gemütlicher Genießer?

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Das ungewohnt warme Wetter im März hat auch die Motorradfahrer*innen schon früh aufs Bike gelockt. Doch eilt den Zweiradbesitzer*innen ihr schlechter Ruf voraus. Sie gelten als riskant, laut und rücksichtslos auf den Straßen.

Das Bild des jungen wilden Rasers hat sich in den Köpfen manifestiert. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen, wer tatsächlich auf Motorrädern unterwegs ist. Vor diesem Hintergrund hat AXA aktuelle Kundendaten erhoben und kommt dabei zu überraschenden Ergebnissen. 

Männliche Best Ager mit moderater Motorisierung

Jung und wild sind die bei AXA versicherten Motorradfahrer*innen nicht: Einen großen Anteil machen die 50- bis 60-Jährigen mit rund 42 Prozent aus. Weitere 22 Prozent fallen auf die über 60-Jährigen. Nur knapp dahinter liegen die 40- bis 50-Jährigen mit rund 20 Prozent. Rund jede*r Zehnte ist zwischen 30 und 40 Jahre alt. Die wirklich jungen Fahrer*innen in der Gruppe der unter 30-Jährigen bilden mit 5 Prozent somit die Ausnahme. Eine weitere Ausnahme sind unter den Versicherten die Frauen: Nur 15 Prozent der Motorradkund*innen sind weiblich, der Großteil von 85 Prozent demnach männlich.

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Ein etwas differenzierteres Bild zeigt sich bei der Fahrleistung: Mit durchschnittlich 66 PS sind vermehrt Motorräder mit moderater Motorisierung versichert. Die unter 30-Jährigen liegen dabei genau im Durchschnitt. Die über 60-Jährgen sind mit rund 60 PS mit langsameren Maschinen auf den Straßen unterwegs. Nur die zahlenmäßig stärkste Altersgruppe der 50- bis 60-Jährigen liegt mit rund 68 PS leicht über dem Durchschnitt, aber dennoch in der Mittelklasse. Jörg Steinhauer, Leiter Produktmanagement bei AXA in Deutschland, fasst zusammen:

Viel Motorleistung kann zu Selbstüberschätzung auf der Straße führen. Die durchschnittlichen Fahrleistungen der bei uns versicherten Maschinen zeigen jedoch eher das Bild eines verantwortungsbewussten Liebhabers und weniger das eines rücksichtslosen Rasers.

Erfahrene Fahrer*innen setzen auf betagte Maschinen

Das Bild des*r Liebhaber*in spiegelt sich auch mit Blick auf die Lebensdauer der versicherten Maschinen. Mit durchschnittlich rund 17 Jahren gehören nicht nur die Fahrer*innen, sondern auch die versicherten Motorräder zu den älteren Semestern. Bemerkenswert ist dabei die Quote der Kaskoversicherten: 44 Prozent setzen auf eine Teilkasko- und 13 Prozent sogar auf die Vollkaskoversicherung. Jörg Steiner meint dazu:

Auch wenn der Schutz und die Absicherung des Motorrads wichtig ist, darf man bei der Auswahl des Produkts sich selbst nicht vergessen. Dazu gehört beispielsweise auch die Mitversicherung der Motorradschutzbekleidung. Aber auch die Absicherung von Tierzusammenstößen jeder Art ist bei Motorradversicherungen ein wichtiger Bestandteil.

AXA stellt für alle interessierten Motorradfahrer*innen eine Checkliste zum Download zur Verfügung, um den notwendigen individuellen Schutzbedarf zu ermitteln.

Bild (2): © AXA