Interesse an privater Altersvorsorge durch Covid-19 gestiegen

Für jeden dritten Geringverdiener und für jeden vierten Befragten mit Hauptschulabschluss hat das Thema private Altersvorsorge durch die Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen. Dies geht aus der Continentale-Studie 2020 des Continentale Versicherungsverbundes in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Kantar hervor.

Insgesamt sagen 14 Prozent der 25- bis 60-Jährigen in Deutschland, durch die Corona-Krise sei das Thema „private Altersvorsorge“ für sie wichtiger geworden. Bei 84 Prozent aller Befragten hat die Pandemie zu keiner Veränderung geführt, bei nur 2 Prozent hat es an Wichtigkeit verloren.

Aber auch unabhängig von Covid-19 ist der Bevölkerung Altersvorsorge wichtig: So würden insgesamt 52 Prozent für sie auf Konsum wie etwa Urlaube verzichten. Denn 42 Prozent der Befragten befürchten, im Alter den gewohnten Lebensstandard nicht halten zu können. Besonders große Sorgen machen sich hier jüngere Befragte bis 39 Jahre (48 Prozent), Geringverdiener (60 Prozent) und Befragte mit einem niedrigen formalen Bildungsabschluss (53 Prozent).

Dr. Helmut Hofmeier, Vorstand Leben im Continentale Versicherungsverbund, sagt:

„Die Corona-Pandemie hat ganz offenkundig noch einmal viele Menschen für das Thema Altersvorsorge sensibilisiert. Und zwar insbesondere diejenigen, die wegen ihrer geringen Einkommen besonders von Altersarmut bedroht sind.“

Spitzenreiter bleiben Immobilien

Für 87 Prozent der Befragten sind Immobilien die geeignetste Form der Altersvorsorge. Das sind 6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Damit haben bei der Art der bevorzugten Altersvorsorge Immobilien im Vergleich zum Vorjahr weiter an Bedeutung gewonnen.

Als andere Vorsorgeformen nennen 60 Prozent der Befragten die private Rentenversicherung. Es folgen „Sparen“ und die private Pflegezusatzversicherung mit jeweils 52 Prozent. Selbst die private Unfallversicherung wird von 50 Prozent für geeignet gehalten. Eine Veränderung im Vorjahresvergleich gab es lediglich beim „Sparen“. Diese Vorsorgeform hielten im Jahr 2019 noch 60 Prozent für geeignet, 8 Prozent mehr als in diesem Jahr.

Dr. Helmut Hofmeier dazu:

„Diese Ergebnisse zeigen, dass es bei der privaten Altersvorsorge noch viel Aufklärungsbedarf gibt. Denn einige der genannten Vorsorgeformen mögen durchaus Sinn ergeben, aber nicht als Absicherung für den Lebensabend. Wer glaubt, mit dem Sparbuch oder der privaten Unfallversicherung gegen Altersarmut vorgesorgt zu haben, der ist nicht gut informiert. Denn nur eine Versicherung mit einer lebenslangen Rente sichert das Einkommen im Alter – unabhängig davon, wie alt man wird.“

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