NÜRNBERGER holt Transformationserfahrung in den Vorstand
Digitalisierung, KI und die Modernisierung historisch gewachsener IT-Landschaften zählen zu den größten Herausforderungen der Versicherungswirtschaft. Entsprechend verändert sich auch das Anforderungsprofil für Führungskräfte. Mit Markus Svanda beruft die NÜRNBERGER einen Manager in den Vorstand, der bereits eines der größten Transformationsprogramme der Vienna Insurance Group mitverantwortet hat.
Wer heute Führungspositionen in der Versicherungswirtschaft besetzt, sucht zunehmend weniger klassische Verwaltungsmanager als erfahrene Transformationspraktiker. Die Berufung von Markus Svanda zum Chief Information Officer (CIO) der NÜRNBERGER ist ein weiteres Beispiel für diese Entwicklung. Der Aufsichtsrat hat den 51-Jährigen zum 1. September 2026 in den Vorstand der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG berufen. Dort übernimmt Svanda das neu geschaffene Ressort IT. Seine Aufgabe besteht darin, die Modernisierung der IT- und Fachsysteme gemeinsam mit den Geschäftsbereichen weiter voranzutreiben.
Erfahrung aus einem der größten Transformationsprogramme
Markus Svanda bringt mehr als zehn Jahre Erfahrung innerhalb der Vienna Insurance Group (VIG) mit. Seine Laufbahn begann als Geschäftsführer der österreichischen IT-Gesellschaft twinformatics. Dort verantwortete er den Aufbau der IT-Organisation für die Wiener Städtische und die DONAU Versicherung. Kurz darauf übernahm er zusätzlich die Gesamtverantwortung für das Transformationsprogramm „MOVE“. Nach Angaben der NÜRNBERGER wurden dabei die bisherigen Legacy-Systeme abgelöst, Geschäftsprozesse vereinfacht und die technologische Grundlage für neue Anwendungen sowie den Einsatz Künstlicher Intelligenz geschaffen. Seit 2023 verantwortet Svanda zudem als Chief Transformation Officer sämtliche IT-Vorhaben der Wiener Städtischen und der DONAU Versicherung. Mit seinem Wechsel nach Nürnberg legt er diese Funktionen Ende August nieder.
Transformationserfahrung wird zum entscheidenden Profil
Die Personalie verdeutlicht, wie sich die Anforderungen an IT-Vorstände in der Versicherungswirtschaft verändern. Im Mittelpunkt stehen heute nicht mehr allein technologische Expertise oder der Betrieb bestehender Systeme. Gefragt sind Führungskräfte, die komplexe Veränderungsprozesse bereits erfolgreich begleitet haben und Erfahrungen aus umfassenden Modernisierungsprogrammen mitbringen. Gerhard Lahner, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der NÜRNBERGER und Chief Operating Officer der Vienna Insurance Group, verweist genau auf diese Kombination. Mit Markus Svanda gewinne die NÜRNBERGER einen Manager, der technologisches Know-how, Change-Kompetenz und internationale Versicherungserfahrung vereine. Seine Erfahrung aus erfolgreich umgesetzten Transformationsprogrammen werde die strategische Positionierung des Unternehmens stärken. Auch Vorstandsvorsitzender Harald Rosenberger hebt die bisherige Tätigkeit Svanadas innerhalb der Vienna Insurance Group hervor. Mit seiner langjährigen Erfahrung und seiner Expertise sei er „das fehlende Element für die erfolgreiche Gestaltung unserer Transformation“.
Mehr als eine klassische CIO-Besetzung
Die Berufung reiht sich in eine Reihe von Personalentscheidungen ein, bei denen Transformationskompetenz zunehmend in den Mittelpunkt rückt. Auffällig ist, dass Unternehmen bei Schlüsselpositionen verstärkt nach Führungskräften suchen, die Modernisierungsprojekte bereits praktisch umgesetzt haben – unabhängig davon, ob diese Erfahrungen innerhalb oder außerhalb der eigenen Unternehmensgruppe gesammelt wurden. Gerade angesichts wachsender Anforderungen durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die Ablösung historisch gewachsener IT-Landschaften entwickelt sich diese Erfahrung zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor. Für Versicherer geht es dabei längst nicht mehr nur um den Betrieb stabiler IT-Systeme, sondern um die Fähigkeit, komplexe Veränderungen über Jahre hinweg erfolgreich zu steuern.
Mit Markus Svanda holt die NÜRNBERGER deshalb nicht nur einen neuen CIO, sondern vor allem einen Manager, der umfangreiche Transformationserfahrung aus einem bereits abgeschlossenen Modernisierungsprogramm mitbringt. Damit unterstreicht das Unternehmen, welchen Stellenwert die konsequente Erneuerung von IT und Prozessen für die eigene strategische Weiterentwicklung inzwischen einnimmt.
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