Nach der Fusion: BarmeniaGothaer ordnet Vorstand neu
Rund anderthalb Jahre nach dem Zusammenschluss von Barmenia und Gothaer stellt die BarmeniaGothaer ihre Führungsstruktur neu auf. Co-CEO Dr. Andreas Eurich wird Ende 2026 aus dem Vorstand ausscheiden.
Die BarmeniaGothaer stellt die Weichen für die Zeit nach der Fusion. Wie das Unternehmen mitteilte, wird Dr. Andreas Eurich zum 31. Dezember 2026 aus dem Vorstand ausscheiden. Gleichzeitig wird Jana Freysoldt zum 1. Januar 2027 in das Führungsgremium berufen. Damit endet für Eurich eine mehr als zwei Jahrzehnte lange Vorstandslaufbahn, in der er die Entwicklung der Barmenia maßgeblich mitprägte und zuletzt als Co-CEO die Fusion mit der Gothaer begleitete.
Eurich verlässt den Vorstand nach mehr als 20 Jahren
Nach Angaben des Unternehmens erfolgt der Schritt planmäßig und ist Teil langfristiger Überlegungen zur künftigen Vorstands- und Aufsichtsstruktur. Oliver Schoeller, Co-CEO der BarmeniaGothaer, würdigte Eurichs Rolle beim Zusammenschluss der beiden Versicherungsgruppen und dessen Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens. „Mein persönlicher Dank gilt Andreas Eurich für die vielen gemeinsamen Stunden rund um die Gestaltung des Zusammenschlusses, die wichtigen Impulse für den Erfolg des gemeinsamen Weges bis heute und nicht zuletzt die Weitsicht, mit der wir gemeinsam die Zukunft der Gruppe gestalten“, erklärte Schoeller. Auch nach seinem Ausscheiden soll Eurich dem Unternehmen verbunden bleiben. Die Gesellschaft verweist darauf, dass sich künftig Möglichkeiten für eine Mitarbeit in Gremien ergeben könnten.
Freysoldt übernimmt COO-Rolle
Parallel dazu zieht mit Jana Freysoldt eine neue Managerin in den Vorstand ein. Die 42-Jährige ist seit 2022 für die Unternehmensgruppe tätig und verantwortete zuletzt die Unternehmensentwicklung. Dabei lag ihr Schwerpunkt insbesondere auf Serviceprozessen, Kundenorientierung sowie strategischen Zukunftsthemen. Vor ihrem Wechsel zur BarmeniaGothaer war Freysoldt mehr als zwölf Jahre beim Telekommunikationskonzern Vodafone tätig. Dort sammelte sie Erfahrungen in der Entwicklung und Umsetzung von Kundenservicestrategien. Zum 1. Januar 2027 übernimmt sie als Chief Operating Officer (COO) zentrale Service- und Betriebsbereiche des Konzerns. „Mit Jana Freysoldt gewinnen wir eine erfahrene und zugleich zukunftsgerichtete Führungspersönlichkeit, die unser Unternehmen mit neuen Perspektiven bereichern wird“, sagte Schoeller.
Schoeller wird alleiniger CEO
Mit den Personalentscheidungen verändert sich auch die Führungsstruktur der Unternehmensgruppe. Oliver Schoeller wird die BarmeniaGothaer ab Anfang 2027 als alleiniger CEO führen. Gleichzeitig werden einzelne Ressorts innerhalb des Vorstandsteams neu zugeschnitten. Dr. Sylvia Eichelberg übernimmt künftig die Funktion der Arbeitsdirektorin sowie die Verantwortung für das Personalressort, die Revision und Teile des Rechtsbereichs. Nach Angaben des Unternehmens soll die Neuordnung dazu beitragen, die weitere Integration der beiden Häuser sowie die organisatorische Entwicklung der Gruppe zu unterstützen.
Die nächste Phase nach der Fusion
Die Personalentscheidungen markieren zugleich einen Übergang innerhalb der Unternehmensentwicklung. Während die vergangenen Jahre vor allem von der Zusammenführung von Barmenia und Gothaer geprägt waren, rücken nun Themen wie Digitalisierung, Servicequalität, Prozessoptimierung und der Einsatz Künstlicher Intelligenz stärker in den Vordergrund. Freysoldt bringt für diese Aufgaben einen Hintergrund mit, der nicht aus der klassischen Versicherungswirtschaft stammt. Die Berufung einer Managerin mit Erfahrung aus der Telekommunikationsbranche deutet darauf hin, dass Kundenorientierung, digitale Prozesse und technologische Transformation künftig noch stärker gewichtet werden könnten.
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