Ulrich Mitzlaff, Vorstandsmitglied der Stuttgarter Lebensversicherung a.G., Stuttgarter Versicherung Holding AG, Stuttgarter Versicherung AG und DIREKTE LEBEN Versicherung AG.Ulrich Mitzlaff, Vorstandsmitglied der Stuttgarter Lebensversicherung a.G., Stuttgarter Versicherung Holding AG, Stuttgarter Versicherung AG und DIREKTE LEBEN Versicherung AG.die Stuttgarter

Stuttgarter und SDK: Beiträge nähern sich 2-Milliarden-Marke

Veröffentlichung: 10.03.2026, 10:03 Uhr - Lesezeit 7 Minuten

Nach dem Zusammenschluss von Die Stuttgarter und SDK ziehen beide Versicherer erstmals eine gemeinsame Bilanz: Zusammen erreichen die gebuchten Bruttobeiträge fast zwei Milliarden Euro. Während Die Stuttgarter im Lebensgeschäft ein Rekordergebnis im Neugeschäft meldet, sieht sich die SDK mit deutlich steigenden Leistungsausgaben im Gesundheitswesen konfrontiert.

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Erste gemeinsame Bilanz nach Zusammenschluss

Die Die Stuttgarter Lebensversicherung a. G. und die Süddeutsche Krankenversicherung a. G. blicken nach ihrem Zusammenschluss zum 1. Juli 2025 erstmals gemeinsam auf die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres. Addiert erreichen die gebuchten Bruttobeiträge beider Häuser im Jahr 2025 insgesamt 1,943 Milliarden Euro. Beide Gesellschaften steigerten ihre Beitragseinnahmen. Während Die Stuttgarter insbesondere im Lebensversicherungsgeschäft erneut ein starkes Neugeschäft verzeichnete, meldet die SDK stabile Wachstumszahlen in der Krankenversicherung – bei gleichzeitig deutlich steigenden Leistungsausgaben. „Wir setzen seit vielen Jahren auf Substanz sowie Verlässlichkeit und handeln auch in einem schwierigen Umfeld konsequent. Das ist die Basis für das erneute Rekordergebnis im Bereich der Lebens- und Unfallversicherung“, erklärt Dr. Guido Bader, Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Versicherungsgruppe.

Rekord im Lebens-Neugeschäft

Im Lebensversicherungsgeschäft erzielte Die Stuttgarter erneut ein Rekordergebnis. Die Beitragssumme im Neugeschäft stieg von 2,18 auf 2,27 Milliarden Euro und erreichte damit einen historischen Höchstwert. Auch die laufenden Beitragseinnahmen entwickelten sich positiv:

  • Bruttobeiträge Leben: 711,9 Mio. Euro (Vorjahr: 692,0 Mio. Euro)
  • Eigenkapital: 235,3 Mio. Euro (Vorjahr: 230,3 Mio. Euro)

Ein zentraler Wachstumstreiber bleibt die betriebliche Altersversorgung. Ihr Anteil am gesamten Neugeschäft beträgt rund 26 Prozent. Für das Jahr 2026 erhöht Die Stuttgarter zudem die laufende Überschussbeteiligung auf 2,4 Prozent (zuvor 2,0 Prozent). Die Gesamtverzinsung inklusive Schlussanteilen liegt damit bei 3,1 Prozent.

Schaden- und Unfallgeschäft wächst moderat

Auch im Kompositbereich konnte die Stuttgarter Versicherung AG ihre Beitragseinnahmen leicht steigern. Die gebuchten Bruttobeiträge lagen 2025 bei 139,9 Millionen Euro (Vorjahr: 139,0 Mio. Euro). Die Combined Ratio stieg auf 84,6 Prozent nach 81,0 Prozent im Vorjahr. „Diese Entwicklung zeigt, dass wir Wachstum und Risikodisziplin unter anspruchsvollen Marktbedingungen erfolgreich miteinander verbinden“, so Bader.

SDK: Wachstum bei steigenden Gesundheitskosten

Die SDK verzeichnete ebenfalls steigende Beitragseinnahmen. Diese erhöhten sich auf 1,066 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,000 Milliarden Euro). Im Vertrieb lag die Produktion bei 2,57 Millionen Euro Monatsbeitrag und damit nahe dem Rekordwert des Vorjahres. Besonders deutlich fiel der Zuwachs in der Vollversicherung aus: Hier stieg die Produktion gegenüber dem Vorjahr um knapp 15 Prozent. Der Gesamtbestand umfasst inzwischen mehr als 683.000 Versicherte. Gleichzeitig stiegen die Leistungsausgaben deutlich an. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 11 Prozent auf 831,7 Millionen Euro. Im Vorjahr lag der Anstieg noch bei rund sieben Prozent. Diese Entwicklung wirkte sich auf das Geschäftsergebnis aus, das mit 51,1 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 88,3 Millionen Euro liegt. „Zu Recht gibt es in Deutschland eine gesamtgesellschaftliche Diskussion über die massiv steigenden Gesundheitskosten. In Relation zum Bruttoinlandsprodukt sind es die höchsten in der gesamten EU“, erklärt Dr. Ulrich Mitzlaff, Vorstandsvorsitzender der SDK.

Kapitalanlagen und Rückstellungen wachsen weiter

Die Kapitalanlagen der SDK wuchsen auf 8,67 Milliarden Euro (Vorjahr: 8,35 Milliarden Euro). Auch die Alterungsrückstellungen legten deutlich zu und überschritten erstmals die Marke von 8 Milliarden Euro. Sie stiegen auf 8,27 Milliarden Euro nach 7,95 Milliarden Euro im Vorjahr. Treiber der steigenden Leistungsausgaben sind laut Unternehmen unter anderem:

  • zunehmende Arztbesuche
  • steigende medizinische Vergütungen
  • höhere Pflegekosten

Integration soll zusätzliche Synergien bringen

Für das laufende Jahr erwarten beide Gesellschaften weiterhin ein anspruchsvolles Marktumfeld. Gleichzeitig sehen sie im Zusammenschluss zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten. Nach Angaben der Unternehmen sollen insbesondere in den Bereichen IT und Prozesse, Einkauf, Kapitalanlage, Innovation und Produktentwicklung Synergien entstehen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verzahnung der Vertriebs- und Produktwelten beider Häuser. So arbeiten beide Unternehmen unter anderem an einer Plattform für betriebliche Krankenversicherung, die mit der starken Position der Stuttgarter in der betrieblichen Altersversorgung kombiniert werden soll.

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