Einbruchschutz: Umfrage zeigt große Sorgen

Die Angst vor Einbrüchen ist hoch – doch viele Haushalte verzichten weiterhin auf grundlegende Schutzmaßnahmen, zeigt eine repräsentative Umfrage der ADAC Zuhause Versicherung. Auch Kenntnisse über Leistungen der Hausratversicherung sind oft lückenhaft.

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Einbrüche gehören weiterhin zu den unterschätzten Alltagsrisiken. Laut einer aktuellen Befragung der ADAC Zuhause Versicherung fürchten sich 21 Prozent der Menschen in Deutschland vor einem Wohnungseinbruch. Neun Prozent waren bereits selbst betroffen, 19 Prozent berichten über Einbrüche im direkten Wohnumfeld. Besonders ausgeprägt ist die Sorge bei Frauen (27 Prozent) und in Großstädten: In Städten über 500.000 Einwohnern fürchtet sich knapp jeder Vierte (24 Prozent).

Steigende Risiken in den Wintermonaten

Entgegen der verbreiteten Annahme steigt die Einbruchgefahr nicht in der Sommerzeit, sondern vor allem in den dunklen Monaten. 90.000 Einbrüche wurden 2024 registriert – rein rechnerisch geschieht damit alle sechs Minuten ein Einbruch. Diese Zahl unterstreicht die Relevanz des Themas für Prävention und Versicherungswirtschaft.

Sicherheitsverhalten: große Lücken trotz hohem Risiko

Die Umfrage zeigt, dass viele Haushalte zwar Basismaßnahmen umsetzen – etwa das Abschließen der Wohnungstür (85 Prozent) oder das Schließen der Fenster (77 Prozent) – jedoch wichtige Sicherheitsmaßnahmen vernachlässigen:

  • Nur 51 Prozent informieren Nachbarn über längere Abwesenheiten.
  • Nur 24 Prozent verfügen über verstärkte Tür- oder Fenstersicherungen.
  • Eine Alarmanlage ist lediglich bei 10 Prozent der Befragten vorhanden.

Dabei betonen Sicherheitsexperten regelmäßig, dass mechanische Sicherungen zu den wirksamsten Einbruchhemmnissen zählen. Viele Täter sind Gelegenheitsdiebe und brechen den Versuch nach wenigen Minuten ab, wenn Türen oder Fenster Widerstand leisten.

Hausratversicherung: wichtig, aber oft unklar verstanden

Die Mehrheit der Haushalte besitzt eine Hausratversicherung, und 72 Prozent halten den Versicherungsschutz im Einbruchsfall für wichtig. Dennoch bestehen deutliche Wissenslücken:

  • Nur 19 Prozent führen eine Liste ihrer Wertgegenstände – ein Dokument, das im Schadensfall die Regulierung erheblich erleichtert.
  • 37 Prozent geben an, die Leistungen ihrer Hausratversicherung wenig oder gar nicht zu kennen.

Der ADAC hebt hervor, dass die klassische Hausratversicherung materielle Schäden nach einem Einbruch reguliert – etwa gestohlene Wertgegenstände. Ergänzend bietet der Versicherer seit 2024 einen Schutzbrief für Haus und Wohnung an, der organisatorische und handwerkliche Unterstützung nach Schadensereignissen leisten soll.

Die Befragung wurde im Juni 2025 vom Institut Norstat unter 2.107 Personen ab 18 Jahren durchgeführt.

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