Alte Leipziger und MORGEN & MORGEN starten neuen Altersvorsorge-Rechner

Veröffentlichung: 17.11.2025, 12:11 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Mit einem neuen digitalen „Altersvorsorge-Rechner“ will die Alte Leipziger Lebensversicherung Vermittler dabei unterstützen, die Ablaufleistungen von Fondspolicen mit Garantien – sogenannten Hybridrenten – realitätsnäher zu vergleichen. Grundlage ist ein stochastisches Berechnungsmodell, das gemeinsam mit dem Analysehaus MORGEN & MORGEN entwickelt wurde. Der Rechner steht exklusiv Vertriebspartnern der Alte Leipziger zur Verfügung und berücksichtigt bereits mehrere Anbieter am Markt.

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Christian Jaffke, Geschäftsführer von MORGEN & MORGEN und Christian Häsch, Vertriebsleiter der Alte Leipziger LebensversicherungChristian Jaffke, Geschäftsführer von MORGEN & MORGEN und Christian Häsch, Vertriebsleiter der Alte Leipziger Lebensversicherung

Zum Start ist das Tool auf Tarife der betrieblichen Altersversorgung (bAV) ausgerichtet. Für jeden Vergleich werden 10.000 Kapitalmarktszenarien simuliert und daraus eine Häufigkeitsverteilung der möglichen Ablaufleistungen berechnet. Vermittler können sich so drei realistische Szenarien anzeigen lassen – pessimistisch, durchschnittlich und optimistisch – wahlweise als Einmalkapital oder als lebenslange monatliche Rente.

Kritik an klassischen Modellrechnungen

Die Alte Leipziger und MORGEN & MORGEN positionieren sich damit klar gegen die im Markt verbreiteten deterministischen Hochrechnungen. Diese arbeiten meist mit konstanten Jahresrenditen – oft sechs Prozent –, ohne Marktschwankungen oder Vertragsverläufe abzubilden. Laut Christian Häsch, Vertriebsleiter der Alte Leipziger Lebensversicherung, führen solche Annahmen zu unrealistischen Erwartungen: „Gerade bei dynamischen Hybridmodellen mit Umschichtungsmechanismen greifen deterministische Modelle zu kurz.“

Abschied von der Effektivkostenquote

Ein weiterer Vorteil: Die Berechnungen im Altersvorsorge-Rechner beinhalten bereits alle Kosten. Damit soll die oft kritisierte Effektivkostenquote in der Beratung an Bedeutung verlieren. Diese werde laut Häsch „unter Laborbedingungen berechnet und sagt wenig über die tatsächliche Kostenbelastung im Vertrag aus“. Der neue Ansatz ermögliche stattdessen eine praxisnahe Darstellung der Renditeerwartung – inklusive aller Produktkosten.

Ein Schritt zu mehr Transparenz in der Beratung

Auch Christian Jaffke, Geschäftsführer von MORGEN & MORGEN, sieht im stochastischen Ansatz einen qualitativen Fortschritt für den Vertrieb: „Er schafft Objektivität im Produktvergleich und stärkt die fachliche Qualität in der Altersvorsorgeberatung.“ Die technische Umsetzung erfolgte vollständig in Zusammenarbeit mit MORGEN & MORGEN.

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