Frühstart-Rente: GDV stellt neuen Rechner zur Altersvorsorge vor
Mit einem neuen Online-Rechner zeigt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), wie sich die geplante Frühstart-Rente entwickeln könnte – und welche Wirkung private Zuzahlungen entfalten.
Die Bundesregierung plant mit der Frühstart-Rente einen staatlich geförderten Einstieg in die kapitalgedeckte Altersvorsorge ab dem sechsten Lebensjahr. Kinder sollen künftig monatlich zehn Euro Zuschuss in ein privatwirtschaftlich organisiertes Vorsorgedepot erhalten. Um die Wirkung dieses Konzepts zu verdeutlichen, hat der GDV nun ein digitales Tool vorgestellt, mit dem sich verschiedene Szenarien simulieren lassen.
„Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kann die Frühstart-Rente ein zukunftsweisendes Konzept für die Altersvorsorge werden“, betont Moritz Schumann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des GDV. Mit dem Rechner können Nutzerinnen und Nutzer nicht nur den staatlichen Zuschuss modellieren, sondern auch prüfen, wie sich zusätzliche private Einzahlungen auf das spätere Vorsorgekapital auswirken.
Zuzahlungen als Hebel für höhere Renten
Der Rechner zeigt unter anderem den Effekt des Zinseszinses. Ein Beispiel verdeutlicht das Potenzial: Wenn Eltern oder Großeltern den staatlichen Zuschuss um monatlich 40 Euro aufstocken, ergibt sich bis zum 67. Lebensjahr – bei einer Renditeannahme von vier Prozent nach Kosten – ein Kapital von rund 64.000 Euro. Ohne Zuzahlungen wären es lediglich etwa 13.000 Euro.
Wird das Kapital zudem nach dem 18. Geburtstag in eine private Altersvorsorge überführt und bis zum Renteneintritt mit monatlich 100 Euro weiter bespart, kann daraus eine lebenslange monatliche Rente von etwa 1.300 Euro entstehen.
Tool für Beratung und Information
Das neue Angebot auf gdv.de richtet sich an Verbraucher wie auch an Vermittler. Es veranschaulicht, wie sich staatliche Förderung und private Vorsorge kombinieren lassen – und soll so die Diskussion um die Frühstart-Rente um konkrete Modellrechnungen ergänzen.
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