Altersvorsorge: Je früher, desto besser
Viele Deutsche machen sich Sorgen um ihre Rente, wissen aber nicht, wie genau sie vorgehen sollen, um einen sorgenfreien Ruhestand genießen zu können. Dabei ist eine frühzeitige Vorsorge wichtig, denn nur so könne der „Zinseszinseffekt“ seine volle Wirkung entfalten. Und dieser sei neben einer professionellen Vermögensplanung ein wichtiges Werkzeug, das Anleger nutzen sollten, weiß Jochen Scheffler, Vermögenspartner bei Prospery.
Da unvorhergesehene Ausgaben jederzeit mal passieren können, sollte ein Kapitalpuffer von drei bis sechs Monatsgehältern beiseitegelegt werden. Erst nachdem man eine solche Rücklage gebildet hat, sollte man laut Jochen Scheffler an Altersvorsorge denken:
„Viele denken beim Thema Altersvorsorge an ein Tages- oder Festgeldkonto, ein Sparbuch oder einen Sparbrief. Diese stellen zwar eine sichere Anlagemöglichkeit dar, bringen aber mit 0,1 bis 0,5 Prozent p.a. kaum Zinsen. Um effektiv vorzusorgen sollte jeder eine bestimmte Sparrate festlegen – diese sollte in einem ausgewogenen Verhältnis zum eigenen Lebensstandard stehen – und dann in eine Kapitalanlage wie einen Fondssparplan investiert werden.“
Eine Unsicherheit stellen nach wie vor die mit verschiedenen Anlagen und Assetklassen verbundenen Risiken dar. Aus diesem Grund sollten sie das Risiko, zu dem das Geld angelegt wird und auch den Anlagezeitraum genau definieren.
Jochen Scheffler erläutert:
„Mit einem Blick auf die Altersvorsorge halten wir es für sinnvoll, in ein breit gestreutes Wertpapierportfolio zu investieren. Dabei kann die Aktienquote ruhig höher liegen, als es die bekannte goldene Regel „100-Lebensalter = Aktienquote“ besagt.“
Grund hierfür sei, dass viele Anleger auch im Ruhestand noch über einen ausreichend langen Anlagehorizont verfügen und eine höhere Aktienquote so zu rechtfertigen ist. Die Strategie sollte jedoch abhängig von Ausgaben- und Einkommensniveau, Einkommenslücke und verfügbarem Vermögen variieren.
Bild: © contrastwerkstatt / fotolia.com
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