Gegenwart und Zukunft der bAV

Veröffentlichung: 06.07.2018, 05:07 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Wenn es um die Verwaltung von Betriebsrenten geht, trägt die Digitalisierung neben einer schnelleren Bearbeitung auch zur besseren Darstellung der Daten für alle Beteiligten bei. Die technische Basis dafür ist eine digitale Plattform. Wie sie die Administration optimiert und zugleich die Grundlage für zukünftige Anwendungen wie etwa ein säulenübergreifendes Renteninformationssystem darstellt, fasst Mathias Nolle, Leiter Geschäftsbereich Administration, Prozesse, IT von der Longial, zusammen.

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Bisher bedeutet die Verwaltung von Betriebsrenten in vielen Unternehmen nach wie vor eine gleichzeitige Verwaltung großer Papierberge. Denn die meisten Dokumente werden in Papierform erstellt und bearbeitet.

Ein Antrag wird ausgedruckt, unterschrieben und zur Eingabe im Entgeltabrechnungssystem an die HR-Abteilung weitergegeben. Anschließend wird er, ebenfalls in Papierform, an einen Finanzierungsträger weitergeleitet. Dieser erfasst dann die Daten manuell und legt zum Beispiel eine Versicherung an. Den Versicherungsschein erhält der Arbeitnehmer wiederum als papiergebundenes Dokument.

Mathias Nolle dazu:

„Dieses Beispiel ist natürlich eine vereinfachte Darstellung der Abläufe. Die Praxis in der bAV sieht oft komplexer aus und beinhaltet mehr Prozessschritte."

Dennoch wird anhand des Beispiels deutlich, dass eine transparente Darstellung von Arbeitnehmerdaten meist mit einem hohen Aufwand verbunden ist.

Digitale Plattform bietet Lösung

Als Lösung bietet sich eine digitale Plattform an. Sie sammelt Informationen, bündelt sie und stellt sie – verständlich aufbereitet – allen Beteiligten digital und in Echtzeit zur Verfügung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Bearbeitungszeit reduziert sich dadurch deutlich, zudem ermöglicht die Plattform eine transparente Darstellung aller Daten.

DSGVO-konforme bAV-Administration im Mittelstand

Eine digitale Plattform wird mit der transparenten Aufbereitung personenbezogener Daten  auch den Vorgaben der DSGVO gerecht. Die strengeren Regeln, wie personenbezogene Daten zu verarbeiten sind, betreffen insbesondere die HR-Abteilungen der Unternehmen und damit auch die BAV-Administration.

Mathias Nolle erläutert:

„Doch gerade in der bAV sind die Daten der Versorgungsanwärter und -nehmer sehr vielfältig – ebenso der Personenkreis, der darauf zugreift: Vom Arbeitgeber und dessen Personalabteilung über den bAV-Träger bis hin zu externen Beratern und Dienstleistern und letztendlich der Arbeitnehmer selbst.“

Plattform ad LON bietet Unterstützung

Die Longial unterstützt Unternehmen hierbei mit der Plattform ad LON. Die digitale Bestandsverwaltung ist sowohl von den bAV-Durchführungswegen als auch von den möglichen Finanzierungsformen unabhängig.

Sie fasst sämtliche Bearbeitungsaktivitäten zu aktuellen und zukünftigen Betriebsrentnern und deren Versorgungsordnungen zusammen. Somit ist eine 360-Grad-Gesamtsicht auf alle Aktivitäten und Vorgänge der versorgungsberechtigten Mitarbeiter jederzeit gegeben. Als weitere Schritte sind geplant, das System als Plattform zu etablieren und besonders Interaktionen auszubauen.

Ausblick auf säulenübergreifende Renteninformation

Der Koalitionsvertrag fordert die Einführung einer säulenübergreifenden Renteninformation. Die Versorgungsberechtigten sollen jederzeit ein verlässliches Bild ihrer individuellen Versorgungssituation aus allen drei Säulen der Altersvorsorge – gesetzliche Rente, betriebliche und private Altersvorsorge – haben. Voraussetzung dafür ist die Digitalisierung und Bündelung aller Daten in einem System.

Mathias Nolle erklärt:

„Eine digitale bAV-Plattform ist daher einer der Grundbausteine, damit die Daten der zweiten Säule in ein übergreifendes Informationssystem einfließen können.“

Bild: © ivanko80 / fotolia.com

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