„Krisen sind der Nährboden für Ideen“
Der Industrieversicherungsmarkt steht 2025 im Zeichen von Klimawandel, geopolitischen Konflikten und Cyber-Bedrohungen. Der neue Aon Marktreport zeigt, wie sich die Branche aufstellt – und warum Datenanalyse und HR-Strategien entscheidend werden.
Der Industrieversicherungsmarkt ist geprägt von globalen Unsicherheiten. Extreme Wetterereignisse, anhaltende Kriege, Handelskonflikte und Lieferkettenprobleme erhöhen die Komplexität. Hinzu kommen neue Herausforderungen durch Cyber-Angriffe und die Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Diese sei „zugleich Effizienztreiber und Risikofaktor“, betont Hartmuth Kremer-Jensen, Deputy CEO von Aon Deutschland und Chief Broking Officer für die DACH-Region. Sein Fazit: „Das Zusammenwirken all dieser Faktoren zeigt in Summe eine noch nie dagewesene Komplexität, die für uns alle eine Herausforderung ist.“ Gleichzeitig sieht er Chancen: „Krisen sind der Nährboden für Ideen, aus denen der wirtschaftliche Erfolg von morgen entsteht.“
Sachversicherung bleibt zentral
Der deutsche Industrieversicherungsmarkt befindet sich in einer Phase der Konsolidierung. Größerer Risikoappetit und kürzere Vertragsbindungen eröffnen Spielräume, die Unternehmen zur Optimierung ihres Versicherungsschutzes nutzen können. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) liegt die Schadenkostenquote in der industriellen Sachversicherung aktuell bei 93 Prozent – ein stabiler Wert, der Spielraum für moderate Anpassungen eröffnet, insbesondere dort, wo Unternehmen in Prävention investieren.
Im Haftpflichtsegment hat der Wettbewerb zugenommen, gleichzeitig sind die Versicherungssummen teilweise rückläufig. Der GDV rechnet dennoch mit einem Beitragswachstum von zwei Prozent bei einer Schadenkostenquote von 86 Prozent. Herausforderungen bestehen vor allem bei komplexen Risiken in Branchen wie Chemie, Automotive oder Oil & Gas sowie im Umgang mit US-Risiken und steigenden Schadenersatzansprüchen im Zusammenhang mit PFAS.
Datenanalyse und Benchmarking
„Eine Lösung, die für alle passt, gibt es nicht. Was es in der komplexen Welt von heute braucht, ist analytische, branchenspezifische Klarheit“, unterstreicht Kremer-Jensen. Unternehmen müssten die Möglichkeiten der Datenanalyse und internationale Benchmarkings stärker nutzen, um Risiken fundiert zu steuern.
M&A-Markt erholt sich, HR rückt in den Fokus
Positiv entwickelt sich der M&A-Markt, getrieben von sinkenden Zentralbankzinsen. Sowohl Wert als auch Zahl der Transaktionen haben zugenommen, für die zweite Jahreshälfte wird weiteres Wachstum erwartet. Parallel gewinnen HR-Strategien an Bedeutung: Bis 2040 sinkt die erwerbsfähige Bevölkerung von 63,1 auf 60,5 Millionen Menschen. Damit wird die Bindung von Talenten zu einer zentralen Managementaufgabe. Der Marktreport hebt daher Human-Capital-Themen wie betriebliche Altersversorgung, betriebliche Krankenversicherung, Vergütungsmodelle und Benefits besonders hervor.
Der Aon Marktreport 2025 mit weiteren Details zu Sparten, Risiken und HR-Trends steht ab sofort kostenfrei zum Download bereit.
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