Zeckenalarm im Grünen: Wie Sie sich und Ihre Familie richtig absichern

Veröffentlichung: 11.05.2025, 19:05 Uhr - Lesezeit 4 Minuten

Es kreucht und fleucht wieder – Wanderungen durch Wald und Wiese, Ausflüge mit Kind, Hund und Katze gehören jetzt zum Alltag vieler Menschen. Doch wo Naturerlebnis lockt, lauert eine oft unterschätzte Gefahr: der Zeckenbiss. Er kann schwere Krankheiten wie FSME oder Borreliose auslösen – mit gesundheitlichen und finanziellen Folgen. Viele Versicherungen greifen in solchen Fällen nicht.

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DALL EDALL E

Zeckenbisse: Kleines Insekt, großes Risiko

Zecken zählen zu den bedeutendsten Krankheitsüberträgern in Mitteleuropa. Sie können sowohl FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) als auch Borreliose übertragen – zwei Erkrankungen mit potenziell schwerwiegendem Verlauf. Während FSME das zentrale Nervensystem befällt, kann Borreliose zu chronischen Gelenk- und Nervenschäden führen.

Das Risiko betrifft Menschen jeden Alters – wer sich in der Natur aufhält, ist potenziell gefährdet. Kinder gelten dabei nicht als vulnerabler im biologischen Sinn, jedoch sind sie durch ihr Spielverhalten häufiger in typischem Zeckenhabitat unterwegs und gelten deshalb als besonders exponiert.

Auch Haustiere wie Hunde und Katzen fungieren als „Zeckentaxis“ – sie bringen die Parasiten in Wohnungen, wo sie dann auch beim Menschen zubeißen können.

Versicherungslücken bei Infektionen: Ein verbreitetes Problem

Viele Menschen vertrauen auf ihre Unfall- oder Invaliditätsversicherung – doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Zeckenbisse gelten häufig nicht als klassischer Unfall, da sie nicht plötzlich und gewaltsam von außen wirken. Besonders ältere Policen berücksichtigen Infektionskrankheiten nicht.

Die Folge: Wer an Borreliose erkrankt oder wegen FSME langfristige Behandlungen benötigt, hat oft keinen Leistungsanspruch – die finanziellen Belastungen tragen Betroffene selbst.

Moderne Tarife bieten gezielten Schutz – auch bei Zeckenstichen

Versicherer haben inzwischen reagiert: Aktuelle Unfall- und Kinderinvaliditätsversicherungen beinhalten häufig spezielle Klauseln für zeckenübertragene Krankheiten. Diese sichern nicht nur medizinische Leistungen, sondern auch Einkommensausfälle und Rehabilitationsmaßnahmen ab.

Wichtig: Auch Erwachsene profitieren von solchen Klauseln – wer viel draußen ist oder in Risikogebieten lebt, sollte seinen Schutz gezielt anpassen.

Was Versicherte jetzt tun sollten

  1. Policen checken: Gilt der Schutz auch bei Infektionen wie FSME und Borreliose?
  2. Altverträge prüfen: Sind diese medizinisch und rechtlich noch zeitgemäß?
  3. Gezielt versichern: Zusatzschutz für Erwachsene und Kinder individuell absichern.
  4. Impfen lassen: Besonders bei Aufenthalten in FSME-Risikogebieten essenziell.

Ein Zeckenbiss kennt kein Alter

Ob jung oder alt – der Aufenthalt in der Natur birgt Gesundheitsrisiken, die viele Versicherungsverträge nicht vollständig abdecken. Wer rechtzeitig prüft und handelt, kann schwerwiegenden Folgen vorbeugen. Eine aktualisierte Absicherung schützt nicht nur finanziell, sondern schafft auch Sicherheit im Alltag. Eine aktuelle Übersicht über FSME-Risikogebiete in Deutschland stellt das RKI zur Verfügung.


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