Digitale Rentenübersicht: BVK startet Beratungstool für Altersvorsorge

Veröffentlichung: 12.12.2024, 10:12 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) bringt mit dem "BVK-Altersvorsorgecheck" ein neues Tool auf den Markt, das Vermittler bei der Beratung zur Altersvorsorge unterstützt. Das digitale Instrument nutzt Daten der verpflichtenden Digitalen Rentenübersicht (DRÜ) und soll eine anschauliche Darstellung des Vorsorgebedarfs ermöglichen.

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cms.xigtsbertholdbrodersen / pixabay

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hat als erster Vermittlerverband ein digitales Beratungstool entwickelt, das Vermittler bei der Altersvorsorgeberatung unterstützt. Der neue "BVK-Altersvorsorgecheck inkl. Analyse der DRÜ-Daten" ermöglicht es, den Vorsorgebedarf von Kunden auf Basis der Digitalen Rentenübersicht (DRÜ) der Deutschen Rentenversicherung neutral und verständlich darzustellen.

Ab dem 1. Januar 2025 sind alle Versorgungsträger verpflichtet, die Daten für die DRÜ bereitzustellen. Das Tool wurde in Kooperation mit der teckpro AG entwickelt und ergänzt diese Daten um Berechnungs- und Visualisierungsoptionen, die Vermittler bei der Beratung erheblich entlasten.

Der BVK bietet den Altersvorsorgecheck in zwei Varianten an:

  • Basisversion: Kostenlos für alle Vermittler auf der BVK-Website, ermöglicht eine Schnellberechnung des Vorsorgebedarfs.
  • Erweiterte Version: Exklusiv für BVK-Mitglieder im Mitgliederbereich verfügbar, mit zusätzlicher Detailberechnung. Diese Version erlaubt es, weitere Einkunftsarten wie Vermietung oder Verpachtung manuell hinzuzufügen, um eine wirklichkeitsnähere Darstellung des Vorsorgebedarfs zu erreichen.

BVK-Präsident Michael H. Heinz hebt die Bedeutung des Tools hervor: „Mit diesem Tool schaffen wir eine einmalige Grundlage für die Vorsorgeberatung in Deutschland. Es ist ein wichtiger Schritt zur Förderung der privaten Altersvorsorge. Gleichzeitig fordern wir von der Versicherungswirtschaft, die Kompatibilität der Systeme zu verbessern, um die Datenbasis der DRÜ vollständiger und realistischer zu machen.“
Um die Funktionalität des Tools weiterzuentwickeln, hat der BVK eine Webkonferenz mit Vertretern der Deutschen Rentenversicherung, der Versicherungswirtschaft, der Politik und weiteren Stakeholdern durchgeführt. Ziel ist es, die Systeme besser zu integrieren und die Qualität der DRÜ-Daten zu optimieren.

Erst vor wenigen Tagen teilte die Deutsche Rentenversicherung mit, dass die Digitale Rentenübersicht bis dato 2,6 Millionen Besuche verzeichnete (Experten.de berichtete).

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