Effizienz am Arbeitsplatz – Die Rolle von Software und menschlichen Fähigkeiten

Veröffentlichung: 14.08.2024, 14:08 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Jedes Unternehmen weiß: Effizienz ist mehr als nur ein Buzzword, sondern ein entscheidender Faktor, wenn es um das Fortbestehen, aber auch um den Erfolg des Unternehmens geht. Denn da der Markt sich heute schneller wandelt, stehen Unternehmen zunehmend unter Druck, ihre Prozesse anzupassen und ihre Produktivität zu steigern.

(PDF)
Gerd-Altmann_Pixabay_web-5205175_1280Gerd-Altmann_Pixabay_web-5205175_1280Gerd Altmann, Pixabay

Aber wie kann das erreicht werden? Indem Sie die Effizienz der Arbeitsprozesse erhöhen. Hier führen mehrere Wege zum Ziel, die Sie bestenfalls miteinander kombinieren sollten. Denn sowohl Softwarelösungen können zu einer Effizienzsteigerung beitragen, als auch die Menschen, die im Unternehmen sitzen.

Softwarelösungen zur Prozessoptimierung

Von der Verwaltung großer Datenmengen bis hin zur Automatisierung wiederholender Aufgaben – die heutigen Softwarelösungen auf dem Markt setzen an unterschiedlichen Stellen an. Ein häufiger Ratschlag? Zeitfressende Routineaufgaben sollten automatisiert werden, wodurch die Mitarbeiter entlastet werden, die Fehleranfälligkeit sinkt und die Zeit der Angestellten als Ressource für andere Aufgaben zur Verfügung gestellt wird.

Hier sind einige Beispiele, die sich in der Praxis bewährt haben:

  • OCR zur Dokumentenverarbeitung: Mit der optischen Zeichenerkennung (OCR) können Unternehmen Papierdokumente digitalisieren und automatisch verarbeiten. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch die Fehler und sorgt für weniger Papierverbrauch im Unternehmen. Dabei sind die heutigen Lösungen noch intelligenter, denn der Einsatz von künstlicher Intelligenz und Machine Learning sorgt dafür, dass die Software immer besser wird und sich an individuelle Dokumente anpassen kann.
  • Chatbots für Kundenservice: KI-gesteuerte Chatbots revolutionieren den Kundenservice, indem sie rund um die Uhr Unterstützung bieten. Sie beantworten häufig gestellte Fragen, lösen einfache Probleme und leiten komplexe Anfragen an menschliche Mitarbeiter weiter. Das Ergebnis? Zufriedenere Kunden und entlastete Mitarbeiter, die ihre Zeit effizient nutzen.
  • Automatisierte Bonitätsprüfung: Automatisierte Systeme können in Sekundenschnelle die Kreditwürdigkeit eines Kunden bewerten. Bei eindeutigen Fällen kann das System eigenständig eine Entscheidung treffen. Und wenn etwas nicht eindeutig ist? Dann hat der Mitarbeiter eines Unternehmens bereits viele Daten vorliegen, um die eigene Entscheidungsfindung zu begründen und das Risiko zu mindern. Auch hier kann die Zufriedenheit von Kunden gesteigert werden, da Entscheidungen schneller gefällt werden können.
  • Rechnungswesen und Buchhaltung: Rechnungseingänge, Buchungen und Zuordnung von Zahlungen erfordern heute keine menschlichen Augen mehr, die Zeile für Zeile abzugleichen. Systeme können diese Aufgaben vollständig übernehmen und damit Routineaufgaben aus der To-do-Liste von Angestellten streichen.
  • Vertragsabwicklung: Versicherungsverträge können zwar nicht immer vollständig digital abgewickelt werden, sie können den Unterschriftenprozess und die sichere Dokumentenübersendung jedoch beschleunigen und sicherstellen. In Zukunft ist zudem mit Smart-Contracts zu rechnen, die Verträge automatisiert ausführen und prüfen.
  • Der Mensch ist ein wichtiger Faktor im Prozess

    Einige Unternehmen setzen zur Effizienzsteigerung zwar auf digitale Lösungen, vergessen dabei aber, dass auch die menschliche Komponente eine entscheidende Rolle spielt. Immerhin sind es die Mitarbeiter, die kreativ denken, strategische Entscheidungen treffen und Innovationen vorantreiben. Sie sind in viele Prozesse eingebunden und bilden wichtige Schnittstellen.

    Daher sollten Unternehmen auf fortlaufende Schulungen und Weiterbildungen setzen, damit Mitarbeiter ihre Fähigkeiten verbessern und neue Technologien effizient nutzen können. Jeder Mitarbeiter sollte außerdem genau wissen, welchen Beitrag seine Arbeit zum Gesamtprozess beisteuert. Dadurch entsteht ein besseres Verständnis, aber auch das Engagement kann gesteigert werden.

    Auch Kommunikations- und Entscheidungsprozesse sollten Sie unter die Lupe nehmen. Schließlich können sie darüber entscheiden, ob Prozesse und Arbeitsabläufe flüssig ablaufen oder ins Stocken geraten. Die Kommunikation vereint übrigens beide Welten, denn hier spielen sowohl der Mensch als auch die Software eine Rolle.

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Dr. Philipp Kanschik, Co-Founder und Chief Financial Officer (CFO) der MoIn GroupDr. Philipp Kanschik, Co-Founder und Chief Financial Officer (CFO) der MoIn GroupNicolas Herwig
Unternehmen

„Vertrauen bleibt menschlich“: Wo KI im Maklergeschäft an ihre Grenzen stößt

Künstliche Intelligenz kann Prozesse beschleunigen und Routinen übernehmen. Doch viele Vermittler begegnen der Technologie weiterhin mit Skepsis. Im zweiten Teil des Interviews erklärt Dr. Philipp Kanschik, Co-Founder und Chief Financial Officer (CFO) der MoIn Group, warum KI aus seiner Sicht keine Arbeitsplätze ersetzen soll und welche Aufgaben dauerhaft dem Menschen vorbehalten bleiben.
Dr. Philipp Kanschik, Co-Founder und Chief Financial Officer (CFO) der MoIn GroupDr. Philipp Kanschik, Co-Founder und Chief Financial Officer (CFO) der MoIn GroupNicolas Herwig
Unternehmen

„KI muss Ballast abnehmen“: Wie die MoIn Group Maklerhäuser produktiver machen will

Konsolidierung und künstliche Intelligenz wachsen in der Maklerbranche zunehmend zusammen. Die MoIn Group bezeichnet sich als erstes AI-Roll-up der Branche und setzt nach eigenen Angaben auf KI-Agenten, die Verwaltungsprozesse automatisieren und Makler im Tagesgeschäft entlasten. Im Interview erläutert Dr. Philipp Kanschik, Co-Founder und Chief Financial Officer (CFO) der MoIn Group, wie das Modell funktioniert und woran sich sein Erfolg messen lassen muss.
Prof. Dr. Fred Wagner ist Schirmherr des KI-Netzwerks der V.E.R.S. Leipzig.Prof. Dr. Fred Wagner ist Schirmherr des KI-Netzwerks der V.E.R.S. Leipzig.V.E.R.S. Leipzig / Fotograf: Eric Kemnitz
Unternehmen

KI-Netzwerk der V.E.R.S.: Versicherungsbranche bereitet sich auf die nächste Entwicklungsstufe vor

Künstliche Intelligenz ist in der Versicherungswirtschaft längst mehr als ein Experiment. Mit dem Einstieg von adesso als Fokuspartner im KI-Netzwerk der V.E.R.S. Leipzig rücken zunehmend konkrete Anwendungsfälle in Vertrieb, Marketing und Service in den Mittelpunkt. Dabei zeichnet sich bereits die nächste Entwicklungsstufe ab: agentische KI-Systeme.
Künstliche Intelligenz entwickelt sich in der Versicherungsbranche zunehmend zur strategischen Schlüsseltechnologie und verändert Arbeitsprozesse, Rollenprofile und organisatorische Strukturen.Künstliche Intelligenz entwickelt sich in der Versicherungsbranche zunehmend zur strategischen Schlüsseltechnologie und verändert Arbeitsprozesse, Rollenprofile und organisatorische Strukturen.Redaktion experten.de / KI-generiert
Chefsache

KI verändert die Versicherungsbranche schneller als viele Beschäftigte erwarten

Versicherungsmanager sehen Künstliche Intelligenz inzwischen als wichtigste Zukunftstechnologie der Branche. Gleichzeitig rechnen viele Beschäftigte bereits damit, dass KI Aufgaben, Stellen – und teilweise sogar Führungskräfte – ersetzen könnte. Neue Studien von Sollers und Bitkom zeigen, wie stark der technologische Wandel inzwischen den Arbeitsalltag erreicht hat.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

"Nicht laut, aber immer noch relevant"
Ausgabe 05/26

"Nicht laut, aber immer noch relevant"

Wibke Becker - Generalbevollmächtigte & Leiterin Maklervertrieb - Continentale - Mannheimer - EUROPA
"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht