Fondsrating-Update Juni 2023: Kräftige Erholung für Tech-Aktien

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Rund 6700 Fonds standen auf dem Prüfstand, bei jedem elften veränderte sich die Beurteilung von Scope. Der Nordea European Stars Equity erringt erstmals ein (A)-Rating, der Asia Opportunity Fund von Morgan Stanley ist hingegen nur noch Mittelmaß.

Der im Herbst 2017 aufgelegte Fonds Nordea 1 – European Stars Equity konnte sich nach knapp einem halben Jahr mit (B)-Rating nun in die Spitzengruppe der Peergroup Aktien Nachhaltigkeit/Ethik Europa vorarbeiten. Der Fonds wird von Nordeas Fundamental Equities Team verwaltet und integriert ESG-Aspekte. Die größten Positionen im Portfolio sind Roche mit 5,7 Prozent, Nestlé mit 5,6 Prozent und Astrazeneca mit 4,4 Prozent.

Insbesondere die sehr gute Performance im Vergleich zur Konkurrenz kann überzeugen. So liegt der Fonds über drei und fünf Jahre mit 11,3 Prozent und 7,5 Prozent p.a. deutlich vor der Peergroup mit durchschnittlich 9,2 Prozent und 4,9 Prozent p.a. Die Risikokennzahlen sind insgesamt leicht überdurchschnittlich. Über fünf Jahre ist der maximale Verlust mit -21,1 Prozent etwas niedriger als in der Peergroup mit -21,8 Prozent, dafür ist die Volatilität mit 18,0 Prozent gegenüber 16,7 Prozent erhöht.

Amundi Fds Pioneer US Eq Fundamental Growth setzt sich durch

Nach mehr als drei Jahren mit (B)-Rating kann sich der Amundi Fds Pioneer US Eq Fundamental Growth per Ende Mai ein (A)-Rating sichern. Die Strategie des Fonds setzt klar auf Wachstumstitel, was sich in höheren Bewertungskennzahlen der Aktien im Portfolio äußert. Erwartungsgemäß dominiert der Technologiesektor mit etwa 40,1 Prozent das Portfolio, gefolgt von zyklischen Konsumgütern und Gesundheit mit 14,1 Prozent und 12,8 Prozent.

Auf den Top-Positionen im Fonds finden sich bekannte Namen wie Alphabet und Microsoft mit jeweils 7,9 Prozent Anteil sowie Amazon und Apple mit 5,1 Prozent und 4,7 Prozent. Auch generell setzt das Fondsmanagementteam auf großkapitalisierte US-Titel. Der Fonds überzeugt vor allem auf der Performanceseite: Über fünf Jahre erzielten Anleger im Fonds 13,5 Prozent p.a., während die Peergroup nur auf 10,0 Prozent p.a. kam. Dagegen sind die Risikokennzahlen, auch bedingt durch den Einbruch der Tech-Titel im vergangenen Jahr, deutlich erhöht.

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MSIF Asia Opportunity Fund nur noch durchschnittlich bewertet

Knapp zwei Jahre lang trug der MSIF Asia Opportunity Fund ein Top-Rating, doch nun ist die Performance regelrecht eingebrochen, was ein Downgrade auf (C) nach sich zog. Der Fonds mit Fokus auf unterbewertete asiatische Wachstumstitel konzentriert sich aktuell vor allem auf zwei Sektoren: Finanzen und zyklische Konsumgüter, die 28,2 Prozent und 27,4 Prozent des Portfolios ausmachen.

Leider fiel die Rendite des Fonds ab 2021 zunehmend schwächer aus, während das Risikoprofil deutlich erhöht war. Über fünf Jahre liegt der Fonds mit -0,4 Prozent p.a. gegenüber 0,3 Prozent nur leicht hinter der Peergroup, doch über drei Jahre hat sich der Abstand mit -4,6 Prozent p.a. gegenüber 3,4 Prozent deutlich vergrößert. Die Risikokennzahlen des Fonds sind sehr hoch: Über fünf Jahre liegen maximaler Verlust und Volatilität mit -24,9 Prozent und 21,3 Prozent deutlich über dem Durchschnitt der Peergroup „Aktien Asien ex Japan“ mit -17,2 Prozent und 16,3 Prozent.

Top- und Flop-Peergroups im vergangenen Monat

Der Mai war insgesamt ein guter Monat für Anleger: 37 der 50 größten Fonds-Peergroups schafften eine positive Wertentwicklung. An der Spitze standen globale Technologieaktien, die mit 11,3 Prozent die mit Abstand beste Performance verzeichneten. Darauf folgten japanische und nordamerikanische Aktien mit einem Plus von 4,3 Prozent und 3,3 Prozent.

Auf der Rentenseite hatten Schwellenländeranleihen in den Bereichen Corporates USD und Hard Currency mit 2,1 Prozent und 2,0 Prozent die Nase vorn, was insbesondere der positiven Entwicklung des US-Dollars geschuldet war.

Die Verliererseite führten wieder einmal Aktien China und Aktien China A-Shares mit -5,9 Prozent und -5,2 Prozent an, doch auch europäische Aktien kamen unter die Räder, darunter europäische Dividendenaktien mit -2,5 Prozent, Euroland-Aktien mit -2,0 Prozent und europäische Aktien mit -1,8 Prozent. Ebenfalls wenig überzeugend performten die globalen Sektoren Immobilienaktien und Gesundheitswesen mit -1,7 Prozent und 0,6 Prozent.

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