Studie zeigt Stresslevel am Arbeitsplatz

Wie sehr sich unsere Karriere auf unsere körperliche und geistige Gesundheit auswirken kann, zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage. Untersucht wurde, wie sich unserer Meinung nach, das Coronavirus auf die Gesundheit und die Sicherheit am Arbeitsplatz auswirken wird und wie Arbeitgeber für mehr Sicherheit sorgen können.

Jeder Arbeitsplatz ist anders. Egal ob man fünf Tage die Woche am Schreibtisch sitzt oder auf einer Baustelle arbeitet: Gesundheit und Sicherheit sollen ernst genommen wird. Fast die Hälfte der Befragten in Deutschland sind besorgt, dass ihre geistige und körperliche Gesundheit am Arbeitsplatz gefährdet ist. die Umfrageteilnehmer bleiben, aufgrund einer berufsbedingten Erkrankung, im Durchschnitt sieben Tage im Jahr von der Arbeit fern.

16 Prozent der deutschen Bevölkerung wurden aufgrund einer berufsbedingten Erkrankung krankgeschrieben. Rückenschmerzen und Stress sind die zwei häufigsten Gründe dafür. Auf die Frage, ob ihre Arbeitgeber mehr für die Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz tun könnten, gaben nur 16 Prozent der Befragten an, dass sie keinen Handlungsbedarf bei ihren Arbeitgebern sehen.

Städte mit dem höchsten Stresslevel

Auf regionaler Ebene betrachtet, sind Teilnehmer aus Berlin und Köln, in der von Lenstsore beauftragten Umfrage, aufgrund einer berufsbedingten Erkrankung, im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 17,5 Tagen der Arbeit am meisten ferngeblieben. In den nachfolgend genannten Städte verursachen demnach die Berufe am meisten Stress, Depressionen und Angstzustände:

Stress

  • 44 Prozent Düsseldorf
  • 40 Prozent Dortmund
  • 38 Prozent Essen

Depressionen

  • 50 Prozent Essen
  • 44 Prozent Düsseldorf
  • 20 Prozent Dortmund

24 Prozent der Angestellten aus Essen gaben an, im vergangenen Jahr wegen körperlicher und psychischer Erkrankungen freigestellt worden zu sein, darauf folgen Frankfurt (20 Prozent) und München (18 Prozent).

 Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz verbessern

42 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ihr Unternehmen die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz verbessern könnte, indem sie diese ernster nehmen.

Darauf folgt der Wunsch eine Kultur zu schaffen, in der Mitarbeiter offen und ehrlich Verbesserungsvorschläge äußern können (31 Prozent).

Bei der Untersuchung von 14 verschiedenen Branchen, haben Personen, die in der Verkaufs-, Medien- und Marketingbranche (29 Prozent), der Rechtsabteilung (27 Prozent), und dem Einzelhandel, der Gastronomie und der Freizeitbranche (16 Prozent) tätig sind, das Gefühl, dass ihre Arbeitgeber ihre Gesundheit nicht ernst nehmen. Auf die Frage nach der aktuellen Situation, bezüglich des Coronavirus und im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie, sind 60 Prozent der im Gesundheitswesen beschäftigten über das Infektionsrisiko besorgt.

Zu den Branchen, in denen Personen im vergangenen Jahr am häufigsten wegen einer berufsbedingten Erkrankung krankgeschrieben wurden, zählen:

  • 31 Prozent IT/Telekommunikation
  • 27 Prozent Bildung
  • 20 Prozent Reise und Transport
  • 19 Prozent Personalwesen
  • 18 Prozent Recht, Kunst und Kultur

Die Auswirkungen von COVID-19

Deutschland erlebt, wie die ganze Welt auch, beispiellose Zeiten, in denen Normalität noch in weiter Ferne liegt. Gefragt wurde auch. wie sich das Virus auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz auswirken wird. 33 Prozent vermuten negative Folgen durch COVID-19, da sich Unternehmen, eher auf den Cashflow konzentrieren werden oder müssen, anstatt auf ihre Mitarbeiter.

Trotzdem waren 23 Prozent der Ansicht, dass es einen positiven Effekt haben könnte und Gesundheit sowie Sicherheit am Arbeitsplatz dadurch ernster genommen werden. Weitere Ausführungen zur Studie sind hier hinterlegt.

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