Wie funktioniert Telemedizin heute?

Auf dem 5. DR-WALTER Sicherheitsforum wurde nicht nur vom Assisteur MD Medicus eine virtuelle Sprechstunde simuliert, sondern auch darüber geredet, wie die Telemedizin heutzutage funktioniert.

Seit dem Deutschen Ärztetag 2018 in Erfurt dürfen Ärzte in ärztlich vertretbaren Einzelfällen, Patienten via Telefon, Videokonsultation oder Online-Chat behandeln. Bis dahin durften Ärzte nur durch Fernbehandlung helfen, wenn sie den Patienten persönlich kannten. Die Erstbehandlung war damit ausgeschlossen.

Möglichkeiten ärztlicher Videokonsultation

Mittels Videosprechstunde können Ärzte viele Fragen klären und einen Arztbesuch vermeiden oder wenigstens aufschieben. Auch kann die Telemedizin Versorgungslücken schließen. So gibt es beispielsweise in Ostdeutschland Orte, wo die Entfernung zum nächsten Kinderarzt 60 Kilometer beträgt oder Patienten sechs Monate auf einen Facharzttermin warten müssen.

Ebenso bei Notfällen kann die Telemedizin noch gute Dienste leisten: Der Arzt kann während der Online-Behandlung einen Notruf absetzen und den Patienten wenigstens virtuell betreuen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Umsetzung in Deutschland

In Deutschland wächst die Zahl der professionellen Telemedizin-Vermittler. Eine Reihe von privaten Krankenversicherern und gesetzlichen Krankenkassen kooperiert beispielsweise mit dem Münchener Startup TeleClinic. Für ein Modellprojekt in Baden Württemberg vermittelt TeleClinic seit 2017 Fernbehandlungen.

Krank im Ausland

Das Unternehmen MD Medicus, welches seit über 25 Jahren medizinische Assistance- und Serviceleistungen anbietet, nutzt viele Möglichkeiten der Telemedizin für die Versorgung von Patienten im Ausland. Sein Ärzteteam kann in über 20 Sprachen bei medizinischen Fragen helfen: Ärzte in Deutschland vermitteln beispielsweise muttersprachlich geführte Arzt-Arzt-Gespräche und Arzt-Patienten-Gespräche ebenso wie Notärzte und Rettungsassistenten. Durch Videokonsultation kontrollieren sie Wunden und Verbände, verschaffen sich einen Eindruck von Krankenhäusern und verhindern manche Einweisung in eine Privatklinik.

 

Bild: © Štěpán Kápl / fotolia.com

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