Wenn am Ende (fast) nichts übrig bleibt

Seit dem Jahr 2005 steigt der zu versteuernde Rentenanteil jedes Jahr kontinuierlich an, während der Rentenfreibetrag schrumpft. In 2019 erreicht der steuerpflichtige Anteil für Neurentner 78 Prozent. Im Jahr 2040 soll der Rentenfreibetrag komplett verschwunden sein und es werden 100 Prozent der gesetzlichen Rente versteuert.

Die Steuerpflicht trifft alle Rentner. Wie hoch der Steuersatz für einen Rentner ist, hängt jedoch davon ab, wann er in Rente gegangen ist oder geht. Wer vor 2005 in den Ruhestand ging, muss lediglich 50 Prozent der jährlichen Renten versteuern. Die restlichen 50 Prozent bilden den sogenannten Rentenfreibetrag.

 

Bis 2040 ist der Rentenfreibetrag komplett verschwunden. Wie viel Geld dann tatsächlich übrig bleibt, macht der Blick auf das allgemeine Rentenniveau deutlich. Dieses liegt aktuell bei rund 48 Prozent des letzten Bruttogehalts und ist noch bis 2025 festgeschrieben. Es bleibt jedem selbst überlassen, wie die 48 Prozent interpretiert werden. Jedenfalls ist das Glas momentan halb leer. Für die Zeit nach 2025 wird das Rentenniveau von Bundestag und Bundesrat wieder neu verhandelt und eine Anhebung dürfte wohl ein Wunschtraum sein.

Die Vorsorgelücke wird noch immer unterschätzt

Viele Bürger in Deutschland kennen ihre Vorsorgelücke nicht und unterschätzen somit das Risiko, das sie im Rentenalter in voller Härte treffen wird. Denn nur knapp 50 Prozent der Deutschen sorgen für das Alter vor. Das bestätigen Studien, wie der Sirius Campus Kundenmonitor Assekuranz 2018. Insbesondere bei jungen Leuten (bis 25 Jahre) ist der Anteil gering. Mit nur rund 35 Prozent machen sich viel zu wenige Gedanken um ihr späteres Auskommen.

 

 

Jacques Wasserfall Vorstand Life Technical der Zurich Gruppe Deutschland weist deshalb darauf hin:

„Der Ruhestand sollte eine schöne Sache sein. Damit das trotz steigender Besteuerung der gesetzlichen Rente so bleibt, ist zusätzliche Absicherung für das Alter immer wichtiger. Es braucht eine private Vorsorge, um im Alter einen angemessenen Lebensstandard fortführen zu können, da sind sich alle Experten einig.“

 

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