Invers: Kartellamt gibt Übernahme durch Max Matthiessen frei
Die Übernahme des Leipziger Maklerpools Invers durch die schwedische Max-Matthiessen-Gruppe hat eine wichtige Hürde genommen. Das Bundeskartellamt hat den Erwerb von 84 Prozent der Anteile freigegeben. Hinter dem Käufer stehen Nordic Capital und ein kanadischer Pensionsfonds.
Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für die Mehrheitsübernahme des Leipziger Maklerpools Invers gegeben. Wie aus der Entscheidung der Wettbewerbsbehörde hervorgeht, wurde der Erwerb von 84 Prozent der Anteile an der INVERS Versicherungsvermittlungsgesellschaft mbH am 2. November 2026 freigegeben.
Als Erwerber nennt das Bundeskartellamt die MaxM BidCo DE GmbH, die der Nordic-Capital-Gruppe und dem Ontario Teachers’ Pension Plan Board zugeordnet wird. Das Verfahren wurde unter dem Aktenzeichen B9-103/26 geführt.
Schwedische Maklergruppe setzt Expansion fort
Bereits im September hatte experten.de über den geplanten Einstieg der schwedischen Max-Matthiessen-Gruppe bei Invers berichtet. Max Matthiessen verfolgt eine Expansionsstrategie im europäischen Versicherungsvertrieb. Mit Invers soll die Präsenz auf dem deutschen Maklermarkt ausgebaut werden.
Doch dafür ist Invers nicht das einzige Eisen im Feuer der Schweden. Ebenfalls im September 2026 gründete die schwedische Gruppe gemeinsam mit der Düsseldorfer BEST GRUPPE das Joint Venture Best Matthiessen. Die neue Gesellschaft mit Sitz in Düsseldorf will inhabergeführte Versicherungsmakler erwerben und langfristig weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen Maklerhäuser mit Schwerpunkt auf Gewerbeversicherungen und betrieblicher Vorsorge. Die Partnerunternehmen sollen ihre Marken, Kundenbeziehungen und unternehmerische Eigenständigkeit behalten, zugleich aber von gemeinsamen Strukturen in den Bereichen IT, Compliance, Personalwesen und Rückversicherungszugang profitieren.
Mit dem Joint Venture und der geplanten Invers-Mehrheitsbeteiligung verfolgt Max Matthiessen damit unterschiedliche Ansätze, um seine Präsenz im deutschen Maklermarkt auszubauen.
Hinter der schwedischen Gruppe stehen die Beteiligungsgesellschaft Nordic Capital und das Ontario Teachers’ Pension Plan Board. Der kanadische Pensionsfonds verwaltet Altersvorsorgevermögen für Beschäftigte und ehemalige Beschäftigte des Bildungswesens in Ontario und ist international als institutioneller Investor tätig.
Mit der kartellrechtlichen Freigabe ist eine wesentliche Voraussetzung für den Anteilserwerb erfüllt. Ob die Transaktion bereits vollständig vollzogen wurde, geht aus der veröffentlichten Entscheidung des Bundeskartellamts nicht hervor.
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