Generali setzt auf interne Talente: Zwei Finanzexpertinnen rücken in Vorstände auf
Mit Anja Hertzer und Alena Cehajic besetzt die Generali Deutschland gleich zwei Finanzvorstände aus den eigenen Reihen. Die Personalentscheidungen zeigen, welchen Stellenwert interne Karrierewege und der Aufbau eigener Führungskräfte inzwischen im Konzern einnehmen.
Vorstandspositionen werden häufig extern besetzt. Die Generali Deutschland geht nun einen anderen Weg. Mit Anja Hertzer und Alena Cehajic übernehmen zwei langjährige Managerinnen des Konzerns zum 1. Oktober Finanzressorts in Tochtergesellschaften. Beide bringen langjährige Erfahrung aus Controlling und Rechnungswesen mit.
Generali besetzt zwei Finanzressorts neu
Die Generali Deutschland ordnet die Finanzvorstände in zwei Konzernunternehmen neu. Zum 1. Oktober 2026 übernimmt Anja Hertzer die Funktion des Chief Financial Officer bei der Dialog Versicherung AG und der Dialog Lebensversicherungs-AG. Parallel bleibt sie Head of Financial Reporting der Generali Deutschland AG.
Ebenfalls zum 1. Oktober wird Alena Cehajic Chief Financial Officer der Advocard Rechtsschutzversicherung AG. Auch sie behält zusätzlich ihre bisherige Funktion als Head of Financial Steering der Generali Deutschland AG. Beide Ernennungen stehen noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Zwei Karrieren aus dem eigenen Konzern
Bemerkenswert ist weniger der personelle Wechsel als dessen Herkunft. Sowohl Hertzer als auch Cehajic stammen aus dem eigenen Management der Generali Deutschland. Hertzer begann ihre Laufbahn nach Stationen bei PricewaterhouseCoopers und einem Versicherungsunternehmen im Jahr 2008 bei der Generali. Dort übernahm sie verschiedene Führungsfunktionen im Controlling und Rechnungswesen.
Cehajic wechselte 2015 innerhalb der internationalen Generali Group nach Deutschland. Zuvor war sie in Triest und Prag unter anderem in den Bereichen International Operations und Controlling tätig. Anschließend übernahm sie verschiedene Führungsaufgaben im Finanzbereich der Generali Deutschland.
Signal für interne Nachfolge
Mit der gleichzeitigen Besetzung zweier Finanzvorstände setzt die Generali ein deutliches Zeichen für die Entwicklung eigener Führungskräfte. Statt externe Kandidaten zu verpflichten, baut der Konzern auf Managerinnen, die das Unternehmen, seine Prozesse und seine Steuerungsinstrumente bereits seit Jahren kennen. Gerade in Finanzressorts, in denen regulatorische Anforderungen, Bilanzierung und Kapitalsteuerung eine zentrale Rolle spielen, kann diese Kontinuität von Vorteil sein.
Frauen in Finanzvorständen weiter auf dem Vormarsch
Die beiden Ernennungen unterstreichen zugleich einen längerfristigen Trend in der Versicherungswirtschaft. Während Finanzressorts traditionell häufig von Männern geführt wurden, übernehmen zunehmend Frauen verantwortliche CFO-Positionen in Versicherungsunternehmen. Mit Anja Hertzer und Alena Cehajic erweitert die Generali diesen Kreis gleich doppelt. Generali-Deutschland-CEO Stefan Lehmann würdigte beide Managerinnen als langjährige Finanzexpertinnen, die maßgeblich zur finanziellen Steuerung und Weiterentwicklung des Konzerns beigetragen hätten.
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