LV 1871 ordnet Risikoleben neu und setzt auf digitale Risikoprüfung
Neue Tarife, niedrigere Beiträge und mehr Digitalisierung: Die LV 1871 hat ihre Risikolebensversicherung grundlegend überarbeitet. Neben einer neuen Tarifstruktur setzt der Versicherer auf eine digitale Risikoprüfung mit Sofortvotum und vereinfachte Abschlussprozesse für ausgewählte Kundengruppen.
Neue Tarifstruktur für unterschiedliche Absicherungsbedürfnisse
Die LV 1871 hat ihr Angebot in der Risikolebensversicherung neu aufgestellt. Künftig stehen mit Kompakt und Extra zwei Tariflinien zur Verfügung, die jeweils mit gleichbleibender, gleichmäßig fallender oder annuitätisch fallender Versicherungssumme abgeschlossen werden können.
Beide Tarife sichern den Todesfall ab und enthalten unter anderem einen vorläufigen Versicherungsschutz, eine Vorableistung, eine Sofortleistung sowie eine ereignisabhängige Nachversicherungsgarantie. Darüber hinaus gewährt die LV 1871 Beitragsrabatte für Nichtraucher und Familien mit eigenen Kindern.
Der Tarif Extra erweitert den Leistungsumfang unter anderem um eine Verlängerungsoption, Leistungen bei Pflegebedürftigkeit sowie eine erweiterte Nachversicherungsgarantie, mit der sich die Versicherungssumme auch ohne konkreten Anlass erhöhen lässt. Zusätzlich kann in beiden Tarifvarianten ein Schutz bei schwerer Krankheit als Baustein ergänzt werden.
Digitale Risikoprüfung soll Abschluss beschleunigen
Parallel zur Produktüberarbeitung baut die LV 1871 ihre digitalen Abschlussprozesse aus. Erstmals kommt die digitale Risikoprüfung mit sofortigem Votum, die bislang aus der Berufsunfähigkeitsversicherung bekannt war, auch in der Risikolebensversicherung zum Einsatz.
Sind bestimmte Voraussetzungen erfüllt, wird automatisch eine vereinfachte Risikoprüfung angeboten. Profitieren sollen insbesondere junge Menschen und werdende Eltern sowie Kunden, die eine selbstgenutzte Immobilie erwerben, modernisieren oder renovieren. Auch bei Praxis-, Kanzlei- oder Existenzgründungen kann die vereinfachte Risikoprüfung greifen. Zudem unterstützt die digitale Antragsstrecke die Überkreuzabsicherung direkt im Abschlussprozess.
Nach Angaben des Versicherers wurde außerdem das Beitragsniveau über das gesamte Produktportfolio hinweg gesenkt. Davon sollen insbesondere Kunden ab Mitte 30 profitieren, die ihre Absicherung bis über das 60. Lebensjahr hinaus planen.
Studie sieht weiterhin Vorsorgelücke
Mit der Produktüberarbeitung greift die LV 1871 Erkenntnisse aus ihrem im Frühjahr vorgestellten Resilienz-Check auf. Demnach ist das Sicherheitsbedürfnis vieler Menschen zuletzt gestiegen, gleichzeitig fühlen sich jedoch 52 Prozent gegen unerwartete Lebensereignisse wie Krankheit oder Tod nur mittelmäßig oder schlecht abgesichert. Als größte Hürde für den Abschluss einer Risikolebensversicherung nennen 27 Prozent der Befragten zu hohe Kosten.
Über die Ergebnisse der Studie hatte experten.de bereits ausführlich berichtet. Im Mittelpunkt standen dabei die wachsende Diskrepanz zwischen dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis vieler Menschen und ihrer tatsächlichen finanziellen Vorsorge sowie die Bedeutung finanzieller Resilienz in Zeiten zunehmender Unsicherheit.
Beratung soll früher ansetzen
Für die LV 1871 unterstreicht die Studie den Bedarf, finanzielle Absicherung frühzeitig in die Lebensplanung einzubeziehen. „Finanzielle Absicherung sollte Teil einer vorausschauenden Lebensplanung sein und nicht erst dann in den Fokus rücken, wenn ein konkreter Anlass entsteht“, sagt Dr. Klaus Math, Vorstand der LV 1871. „Mit unserem neuen Produktkonzept verbinden wir attraktive Beiträge, flexible Leistungen und einfache digitale Prozesse. So unterstützen wir Geschäftspartner dabei, den Absicherungsbedarf ihrer Kunden einfach und passgenau zu decken.“
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