MMM 2026: KI, Prozesse und Praxisnutzen

Veröffentlichung: 27.04.2026, 10:04 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Mehr als 6.000 Fachbesucher, klare Themenschwerpunkte und ein wachsender Druck zur Effizienz: Die MMM 2026 zeigt, wie stark Digitalisierung und künstliche Intelligenz den Vermittleralltag bereits prägen – und wo die Branche noch nachjustieren muss.

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Volle Vortragsräume: integrierte Lösungen, die Prozesse vereinfachen und messbaren Nutzen im Vermittleralltag liefern, weckten reges Interesse.Volle Vortragsräume: integrierte Lösungen, die Prozesse vereinfachen und messbaren Nutzen im Vermittleralltag liefern, weckten reges Interesse.Fiedler

Rund 6.200 Fachbesucher sind am 21. April 2026 zur MMM der Fonds Finanz ins MOC München gekommen. Damit bestätigt die Messe erneut ihre Rolle als eines der zentralen Branchenevents für Versicherungs- und Finanzvermittler. Neben Produktneuheiten und Markttrends standen vor allem Weiterbildung, Austausch und praktische Lösungen für den Vermittleralltag im Mittelpunkt.

KI und Prozesse rücken in den Mittelpunkt

Inhaltlich dominierte ein Thema die Messe besonders: die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz für die tägliche Arbeit von Vermittlern. Im Fokus standen dabei weniger Visionen als vielmehr konkrete Anwendungen – insbesondere zur Automatisierung administrativer Prozesse.
Ein zentrales Beispiel war der KI-gestützte Maklerverwaltungsagent Professional Works X (PWX), der gemeinsam mit dem DEMV Deutscher Maklerverbund präsentiert wurde. Das System wurde sowohl am Messestand als auch in Fachvorträgen vorgestellt und konnte von Besuchern direkt getestet werden. Im Kern geht es um die Frage, wie sich Routineaufgaben im Maklerbüro durch KI spürbar reduzieren lassen.

„Die MMM zeigt sehr deutlich, wohin sich unsere Branche entwickelt: Intelligente, praxistaugliche Lösungen, die Vermittlern echte Freiräume verschaffen, gewinnen immer mehr an Bedeutung“, sagt Norbert Porazik, Geschäftsführer der Fonds Finanz und Co-CEO der INFITECH Gruppe. „Ob KI-gestützte Assistenzsysteme wie PWX, neue Vertriebsansätze oder spezialisierte Beratungsangebote – entscheidend ist, dass Innovationen im Vermittleralltag tatsächlich ankommen und einen messbaren Mehrwert bieten. Ich bin erneut sehr zufrieden mit einer erfolgreichen MMM 2026.“

Weiterbildung und Marktüberblick

Neben technologischen Entwicklungen bot die Messe erneut ein umfangreiches Weiterbildungsangebot. Insgesamt standen 47 IDD-konforme Fachvorträge sowie zwei MaBV-Vorträge auf dem Programm. Damit konnten Vermittler ihre regulatorischen Fortbildungsverpflichtungen direkt vor Ort erfüllen.
Inhaltlich reichte das Spektrum von Vertriebsstrategien und Prozessoptimierung über wirtschaftliche und geopolitische Rahmenbedingungen bis hin zu aktuellen Entwicklungen im Finanz- und Versicherungsmarkt. Die MMM positioniert sich damit weiterhin als Kombination aus Fachmesse, Weiterbildungsevent und Networking-Plattform.

Impulse aus Politik, Wirtschaft und Praxis

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten die Auftritte prominenter Redner aus unterschiedlichen Bereichen. Jörg Kukies, ehemaliger Bundesfinanzminister und früherer Deutschlandchef von Goldman Sachs, sprach über die Wechselwirkungen zwischen Politik, Wirtschaft und Kapitalmärkten.
Felix Brych, internationaler Fußball-Schiedsrichter, gab Einblicke in Entscheidungsfindung unter Zeitdruck – ein Thema, das sich auch auf den Beratungsalltag übertragen lässt. Ergänzt wurde das Programm durch Christoph Heusgen, der aktuelle geopolitische Entwicklungen und deren Bedeutung für Europa einordnete.

Austausch und Spezialisierung gewinnen an Bedeutung

Neben Fachinhalten spielte auch der persönliche Austausch eine zentrale Rolle. Aussteller aus Versicherung, Investment, Finanzierung und Dienstleistung nutzten die Messe für Gespräche mit Vermittlern und Branchenvertretern.

Gleichzeitig zeigt sich eine zunehmende Differenzierung innerhalb der Branche. So richtete sich das Newcomer Forum gezielt an Berufseinsteiger, während mit dem erstmals veranstalteten Ärzteberater Forum ein spezialisierter Beratungsansatz für Mediziner stärker in den Fokus rückte.

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