Den Wert eines Unternehmens einzuschätzen, kann schnell zur emotionalen Rechenaufgabe zwischen Gründern und Investoren werden, erklärt OK-Training-Gründer Oliver Kerner. Mittels verschiedener Verfahren kann der Unternehmenswert aber objektiv beurteilt werden.
Eine Möglichkeit ist das Ertragswertverfahren. Hier wird der EBIT (Earnings Before Interest and Taxes), der jährliche Umsatz des Unternehmens abzüglich der Ausgaben errechnet. Zudem kann ein Sachwertverfahren hinzugezogen werden, das den Wert der bestehenden Produkte und Maschinen bemisst. Beim Vergleichswertverfahren wird hingegen das Potenzial eines Unternehmens daran gemessen, wie viel vergleichbare Firmen wert sind, die schon länger am Markt bestehen.
Ermittelt ein Investor den Wert eines Unternehmens, nutzt er in der Regel ein Zusammenspiel aus Ertragswertverfahren und Vergleichswertverfahren. Das Ergebnis des EBIT wird dann mit einem Multiplikator verrechnet, der in der Höhe an die jeweilige Branche angepasst ist, woraus sich der Unternehmenswert in drei Jahren ergibt. Da das Unternehmen diesen Wert allerdings noch nicht aufweist, wird der jetzige Wert mit einer Wachstumsrate von üblicherweise 50 Prozent verrechnet.
Bild: © Nomad_Soul / fotolia.com
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