Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage

Veröffentlichung: 16.12.2016, 15:12 Uhr - Lesezeit 5 Minuten

Auch nachhaltige Kapitalanlagen können rentabel sein, zeigt die Allianz mit ihrem neuen ESG-Scoring. Damit ermöglicht sie Altersvorsorgesparern, ökonomisch nachhaltig zu investieren. Dabei sind Kohle, geächtete Waffen und Nahrungsmittelspekulationen absolut tabu.

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Bei dem ESG-Scoring der Allianz Lebensversicherungs-AG (Allianz Leben) haben Nichtregierungsorganisationen (NGOs) maßgeblich mitgewirkt. Transparency International, World Wide Fund For Nature (WWF) und Germanwatch integrieren ihr unabhängiges Urteil.

Andreas Lindner, Chefanleger Allianz Leben, sagt:

„Wir wollen in zukunftsträchtige Assets investieren. Und wir wollen wissen, mit welchen Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen wir bei einzelnen Anlagen rechnen müssen."

Renditestarke Anlagen

Angesichts des Niedrigzinses muss auf renditestarke Anlagen wie Aktien, Private Finance, Immobilien, Infrastruktur und Erneuerbare Energien gesetzt werden. Damit erzielt Allianz Leben langfristig gute Renditen für die Kunden. Inzwischen machen diese Kapitalanlagen gut 20 Prozent des Portfolios aus.

Ökonomische Nachhaltigkeit dank ESG-Scoring

Beim Scoring der Allianz werden systematisch die Kapitalanlagen bei mehr als 8.000 Unternehmen und Staaten in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit gemessen. Im Zentrum des ESG-Scorings steht die Identifizierung von Risiken einer nachhaltigen Entwicklung der Anlagen.

Dabei werden die Emittenten der Assets anhand von 37 Kernthemen wie beispielsweise Treibhausgasemissionen, Energieeffizienz, Arbeitssicherheit, Datenschutz, Korruption und Geldwäsche bewertet: Und zwar auf die ökologische Selbstverpflichtung (Environment = E), soziale Verantwortung (Social = S) und gute Unternehmensführung (Governance = G).

Auch die beiden großen Anlagemanager der Allianz, AllianzGI und PIMCO, greifen auf die ESG-Daten zurück.

Kontinuierliche Bewertung

Die Allianz legt dabei für die einzelnen Anlagenmanager einen spezifischen ESGSchwellenwert fest. Unter diesem Wert dürfen Anlagenmanager einen Titel nur dann erwerben, wenn es entsprechend stichhaltige Gründe gibt. So stellt die Allianz sicher, dass das neue ESG-Rating fester Bestandteil des Anlageprozesses wird.

Ziel des Ratings ist kein strikter Ausschluss einer Anlage. Vielmehr werden die hohen Ertragsansprüche für die Altersvorsorgekunden gesichert. In bestimmten Fällen findet zudem ein systematischer Austausch der Allianz Anlagenmanager mit den jeweiligen Emittenten über ihre ESG-Werte statt.

Lindner stellt fest:

„Die Maßnahmen und Entscheidungen, die wir aus dem ESG-Scoring ableiten, sind an den wirtschaftlichen Interessen unserer Kunden ausgerichtet. Den Kunden ist es wichtig, eine gute Rendite zu erzielen, und immer mehr achten darauf, dass ihr Geld dabei nachhaltig angelegt wird. Tatsächlich muss das auch kein Widerspruch sein.“

Bestimmte Bereiche sind ausgeschlossen

Zu bestimmten Kapitalanlagen sagt die Allianz deutlich „Nein!“. Die Allianz schließt beispielsweise Investitionen in bestimmte Bereiche aus: so etwa in geächtete Waffen, Nahrungsmittelspekulationen sowie in Unternehmen, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes aus Kohlebergbau generieren bzw. in der Energieerzeugung 30 Prozent Kohlestromanteil überschreiten.

Lindner resümiert:

„Diese Investitionen finden wir weder wirtschaftlich noch unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit sinnvoll.“

Bild: © pogonici / fotolia.com

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