Aufschwung im Baugewerbe

Veröffentlichung: 30.06.2016, 12:06 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Die Bauunternehmen sind ausgesprochen gut in das zweite Quartal gestartet - die gute Entwicklung der ersten drei Monate hat sich sogar noch mit gesteigerter Dynamik fortgesetzt.

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Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der Auftragseingang der Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten im April bei 6,1 Mrd. Euro, und damit um nominal 21,5 Prozent über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresmonats. Für den gesamten Zeitraum von Januar bis April ergibt sich ein Auftragswert von 21,6 Mrd. Euro, das ist ein Orderplus von 16,0 Prozent und der höchste nominale Wert seit 20 Jahren.

Entsprechend meldeten die Bauunternehmen einen Rekordwert bei ihren Auftragsbeständen: Dieser lag im Mai - lt. einer Umfrage des ifo Instituts - bei 3,4 Monaten, der langjährige Durchschnitt liegt lediglich bei 2,7 Monaten. Somit kann der vom Statistischen Bundesamt berechnete preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigte Rückgang von 0,8 Prozent zum Vormonat nur als rechnerische Korrekturbewegung nach dem starken ersten Quartal interpretiert werden.

Die seit Sommer vergangenen Jahres anhaltend gute Auftragsentwicklung schlägt sich auch im Umsatz nieder: Die Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten meldeten für April einen baugewerblichen Umsatz im Bauhauptgewerbe im Wert von 5,6 Mrd. Euro, 10,8 Prozent mehr als im April-Wert 2015. In den ersten vier Monaten lag der Umsatz bei 17,1 Mrd. Euro und damit um 6,8 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das stärkste Umsatzplus wurde für den Wohnungsbau ausgewiesen (April: +18,5 Prozent, Jan.-Apr.: +14,4 Prozent), auch die Nachfrage ist nach wie vor positiv (+ 16,1 Prozent bzw. + 17,4 Prozent).

Durchweg positive Signale kamen auch aus dem Wirtschaftsbau: Der Umsatz legte um 11,2 Prozent, die Nachfrage sogar um 21,8 Prozent zu (Jan.-Apr.: +4,6 Prozent bzw. 10,5 Prozent). Auch für den Öffentlichen Bau meldeten die Unternehmen gute Zahlen: Der Umsatz stieg um 5,5 Prozent, die Nachfrage sogar um 24,3 Prozent (Jan.-Apr.: + 4,3 Prozent bzw. + 21,3 Prozent).

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

Bild: © alphaspirit / fotolia.com

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