Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) weist Gedankenspiele um eine Abschaffung des Bargeldes zurück und betont die Bedeutung von Bargeld. Schon allein eine Begrenzung von Barzahlungen sei ein Problem. Zwar gäbe es mittlerweile viele Möglichkeiten zum unbaren Bezahlen im Handel. Verbraucher müssten jedoch auch die Möglichkeit behalten, Güter, wie ein Auto, eine Sportausrüstung oder andere Gegenstände frei verkaufen zu können.
Nur Bargeld erlaubt bisher die Gewissheit, den vereinbarten Gegenwert einer veräußerten Sache zuverlässig Zug-um-Zug zu empfangen.
„Einige Mitgliedsstaaten mit Bargeldbegrenzungen haben aus guten Gründen private Zahlungen explizit ausgenommen. Dieser Punkt wird in der deutschen Debatte bisher nicht berücksichtigt.“
so Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Kleine Cent-Münzen seien vielen Verbrauchern lästig. Es käme aber darauf an, durch geeignete Rundungsregeln sicherzustellen, dass deren Abschaffung keine Preissprünge auslösten. „Wenn sich an Tankstellen die Preise nur noch in fünf Cent Sprüngen ändern würden, wird schnell jedem klar, wie teuer eine solche Entscheidung die Verbraucher kommt. Es braucht hier klare Regelungen“, so Müller.
Bild: © alswart / fotolia.com
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