MetallRente 2015 mit hohem Wachstum

Veröffentlichung: 22.02.2016, 15:02 Uhr - Lesezeit 6 Minuten

Das Versorgungswerk MetallRente verzeichnete 2015 erneut ein hohes Wachstum. Rund 44.000 Verträge der staatlich geförderten kapitalgedeckten Altersvorsorge wurden im letzten Jahr abgeschlossen.

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95 Prozent der Beschäftigten entschieden sich für die betriebliche Altersversorgung und 5 Prozent für private Riester-geförderte Angebote. Zum Bestand gehören inzwischen 580.000 Verträge (+7 Prozent zum Vorjahr). 51 Mio. Euro an Neubeiträgen wurden eingenommen. Rund 3.000 neue Kundenunternehmen konnte die gemeinsame Einrichtung von Gesamtmetall und IG Metall 2015 gewinnen. 32.500 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie und anderer Branchen bieten nunmehr ihren Beschäftigten die Vorsorgelösungen von MetallRente an.

Heribert Karch, Geschäftsführer des Versorgungswerks MetallRente zeigt sich zufrieden: "Auch gegen den allgemeinen Trend können Versorgungswerke wie MetallRente gutes Wachstum verzeichnen. Und selbst im Umfeld niedriger Zinsen sind gute reale Renditen möglich. Hier zeigen sich die Vorteile betrieblicher Altersversorgung und das Potential der bAV für die Zukunft". Versorgungswerke könnten sich als Institutionen der Sozialpartner sehr gut für niedrige Kosten, eine angemessene Rendite und eine sichere Anlagepolitik positionieren. Die staatliche Förderung, tarifvertragliche Leistungen wie AVWL (altersvorsorgewirksame Leistungen) oder auch die in vielen Unternehmen gewährten Arbeitgeberzuschüsse erhöhten die Wirksamkeit des eingesetzten Geldes im Vergleich zum privaten Sparen.

Beim Versorgungswerk MetallRente bekommen die Altersvorsorge-Sparer für 2016 in der Direktversicherung, je nach Anlagevariante, eine Gesamtverzinsung zwischen 3,65 und 3,95 Prozent. Die laufende Verzinsung aus Garantiezins und Überschussbeteiligung liegt zwischen 3,00 und 3,25 Prozent. Im nichtversicherungsförmigen, kapitalmarktnahen Durchführungsweg MetallPensionsfonds konnte für Sparer unter 55 Jahren seit Auflage im Jahr 2002 eine Wertentwicklung von 5,6 Prozent und für die letzten 5 Jahre von 6,9 Prozent pro Jahr erzielt werden.

Das zeige eindeutig, so Karch, gute Renditen seien bei allen Vorsorge-Angeboten betrieblicher Altersversorgung möglich, aber in kapitalmarktnahen Instrumenten zunehmend besser als in den klassischen Garantie-Modellen.

Die guten Zahlen von MetallRente dürften jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland nach OECD-Angaben heute zur Handvoll der Länder mit den am wenigsten armutsfesten Rentensystemen gehöre. Es sei trotz verschiedener Fördermodelle nicht gelungen, die Leistungsabsenkungen der gesetzlichen Rente aufzufangen durch eigenverantwortliche betriebliche und private Vorsorge.

"Der Reformprozess braucht dringend einen entscheidenden Schub, denn die Rahmenbedingungen stimmen nicht", appelliert Karch. Gerade die betriebliche Altersversorgung könne als kollektives System bei der Verbreitung zusätzlicher Altersvorsorge eine entscheidende Rolle spielen, weil sie historisch bewährt und sozialpartnerschaftlich breit etabliert sei. Dazu müssten jedoch die schon seit Jahren diskutierten Behinderungen endlich eliminiert und die Strukturen für Arbeitgeber und Beschäftigte vereinfacht werden. Was es dazu laut Karch am allerwenigsten brauche, sei ein neues Vehikel wie die aktuell so genannte Deutschland-Rente. "Wenn den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern über Opting-Out ein neues Sparmodell aufgenötigt werden soll, ohne sämtliche bestehenden Gerechtigkeitslücken auszugleichen, löst das kein Problem, sondern schafft das nächste". Auch die gesetzlichen Leistungen zur Arbeitskraftabsicherung seien ungenügend, betont Karch.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente erreicht im Durchschnitt nur das Niveau der Grundsicherung. Um den Beschäftigten den notwendigen zusätzlichen Schutz zu ermöglichen, stellt das Versorgungswerk der Metall- und Elektroindustrie neben Angeboten zum Berufsunfähigkeitsschutz nun auch eine selbständige Erwerbsminderungsversicherung bereit, die MetallRente.EMI (MR.EMI). Sie lehnt sich eng an das Bedingungswerk der gesetzlichen Rentenversicherung an und verzichtet auch auf eine Berufsgruppendifferenzierung. "Dadurch kann man mit der MetallRente.EMI die staatliche Erwerbsminderungsrente sehr kostengünstig aufstocken - ein derzeit in Deutschland einzigartiges Angebot", so der MetallRente-Geschäftsführer, der damit das Versorgungswerk erneut in einer Pionier-Rolle sieht.

Bild: © niteenrk/ fotolia.com

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