E-Scooter-Unfälle 2024 auf Rekordniveau

Veröffentlichung: 01.08.2025, 11:08 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden ist im Jahr 2024 deutlich angestiegen: Laut Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) registrierte die Polizei bundesweit 11.944 entsprechende Unfälle – ein Zuwachs um 26,7 % gegenüber dem Vorjahr. 27 Menschen kamen dabei ums Leben, 1.513 wurden schwer verletzt, weitere 11.433 leicht. In 83,9 % der Fälle waren die Verunglückten selbst mit einem E-Scooter unterwegs.

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Die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden ist im Jahr 2024 deutlich angestiegen.Die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden ist im Jahr 2024 deutlich angestiegen.Nikguy / pixabay

Hauptursachen: Falsche Nutzung und Alkohol

Wie Destatis weiter mitteilt, war die falsche Benutzung von Fahrbahnen oder Gehwegen die häufigste Unfallursache (21,2 %). Auf Platz zwei folgte das Fahren unter Alkoholeinfluss (12,4 %), gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit und Missachtung der Vorfahrt. Bemerkenswert ist auch der Anstieg von Unfällen mit Mitfahrenden – obwohl diese laut Straßenverkehrsordnung verboten sind.

Hälfte der Unfälle in Großstädten

Mehr als die Hälfte der Unfälle ereignete sich in Städten mit über 100.000 Einwohnern. Besonders betroffen sind dabei junge Menschen: Fast 49 % der Verunglückten waren unter 25 Jahre alt, über 82 % unter 45. Zum Vergleich: Bei Radfahrenden liegt der Anteil der unter 25-Jährigen nur bei rund 21 %.

Zusammenstöße mit Pkw häufig – aber nicht immer Hauptschuld bei E-Scootern

In knapp zwei Drittel der Fälle waren weitere Verkehrsteilnehmerinnen beteiligt – vor allem Autofahrende. Bei solchen Zusammenstößen verletzten sich über 50 % der E-Scooter-Nutzenden, 7 davon tödlich. Bei Pkw-Kollisionen lag die Hauptschuld der E-Scooter-Fahrenden in etwa 35 % der Fälle, bei Unfällen mit Radfahrenden sogar bei 72,7 %, mit Fußgängerinnen bei 87,7 %.

Implikationen für Verkehrssicherheit und Regulierung

Trotz ihres steigenden Anteils bleibt der Anteil der E-Scooter an allen Unfällen mit Personenschaden mit 4,1 % im Jahr 2024 (nach 3,2 % in 2023) vergleichsweise gering. Dennoch stellen sie aufgrund ihrer Nutzungsschwerpunkte und der Unfallverteilung eine spezifische Herausforderung für städtische Verkehrsplanung, Versicherer und Sicherheitskampagnen dar.

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