Erwerbsminderungsrente: Warum sie oft nicht ausreicht
Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, bietet aber keinen ausreichenden Schutz, um den Lebensstandard zu sichern. Experten raten zu privater Vorsorge, um finanzielle Lücken zu schließen.
Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente bietet Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Unfall dauerhaft nicht mehr arbeiten können, eine finanzielle Absicherung. Doch der durchschnittliche Zahlbetrag reicht häufig nicht aus, um den Lebensstandard zu sichern.
Die volle Erwerbsminderungsrente wird gewährt, wenn das Restleistungsvermögen am allgemeinen Arbeitsmarkt unter drei Stunden pro Tag liegt. Wer zwischen drei und sechs Stunden arbeiten kann, erhält nur die halbe Rente. Ab einem Restleistungsvermögen von mehr als sechs Stunden pro Tag entfällt der Anspruch vollständig.
In den letzten zehn Jahren ist der durchschnittliche Zahlbetrag für Neurentner deutlich gestiegen – um 63 Prozent auf 1.001 Euro pro Monat. Dies ist vor allem auf die Verlängerung der Zurechnungszeit zurückzuführen, die nun bis zur Regelaltersgrenze gilt. Zudem werden krankheitsbedingte Einkommenseinbußen in den letzten vier Jahren vor dem Rentenbeginn nicht mehr angerechnet.
Kein Ersatz für umfassenden Schutz
Trotz dieser Verbesserungen bleibt die Erwerbsminderungsrente oft unzureichend, um den gewünschten Lebensstandard zu sichern. „Dies ist kein Vollkaskoschutz“, erklärt die uniVersa Versicherung. Um finanzielle Lücken zu schließen, empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese zahlt eine vereinbarte Monatsrente, sobald der Beruf zu mehr als der Hälfte nicht mehr ausgeübt werden kann – unabhängig von der Arbeitsfähigkeit in anderen Berufen.
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