Beamtenpensionen: Durchschnittliches Ruhegehalt bei 3.240 Euro

Veröffentlichung: 13.12.2024, 10:12 Uhr - Lesezeit 3 Minuten

Im Jahr 2024 erhielten Pensionärinnen und Pensionäre im öffentlichen Dienst ein durchschnittliches Ruhegehalt von 3.240 Euro brutto. Doch nur ein Fünftel der Neupensionierten erreichte die gesetzliche Regelaltersgrenze, wie aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen.

(PDF)
cms.aqcknErich_rg / pixabay

Zum Jahresbeginn 2024 bezogen 1.406.100 Pensionärinnen und Pensionäre des öffentlichen Dienstes ein durchschnittliches Ruhegehalt von 3.240 Euro brutto im Monat. Die Höhe des Ruhegehalts blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtet. Weitere 380.100 Hinterbliebene erhielten Versorgungsleistungen.

Anteil der Neupensionierten, die die Regelaltersgrenze erreichen, bleibt niedrig

Von den insgesamt 57.600 Neupensionierten im Jahr 2023 schied der Großteil (79 %) mit durchschnittlich 63 Jahren und 9 Monaten aus dem aktiven Dienst aus. Allerdings erreichten lediglich 11.500 Personen – also 20 % aller Neupensionierten – die gesetzliche Regelaltersgrenze.
Die Mehrheit, nämlich 34.100 Personen (59 %), trat vorzeitig in den Ruhestand, entweder durch die sogenannte Antragsaltersgrenze oder aufgrund besonderer Altersgrenzen, die etwa für den Vollzugsdienst oder Berufssoldatinnen und -soldaten gelten. Weitere 10.200 Personen (18 %) wurden aufgrund von Dienstunfähigkeit pensioniert, im Durchschnitt bereits mit 56 Jahren und 3 Monaten.

Zahl der Pensionierten wächst langsam

Die Gesamtzahl der Pensionärinnen und Pensionäre stieg 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 %. Der öffentliche Dienst verzeichnete 2023 Ausgaben von 54,8 Milliarden Euro für Pensionen sowie 8,6 Milliarden Euro für Hinterbliebenenleistungen, was etwa 1,5 % des Bruttoinlandsprodukts ausmachte.

Herausforderung: Demografischer Wandel und frühe Pensionierungen

Die Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen für das Versorgungssystem des öffentlichen Dienstes: Obwohl die Zahl der Pensionierten nur leicht steigt, belasten frühe Pensionierungen und lange Ruhezeiten das System zusätzlich. Angesichts des demografischen Wandels und der steigenden Lebenserwartung dürfte sich der finanzielle Druck weiter erhöhen.

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Die Einkommensschere unter Deutschlands Seniorinnen und Senioren bleibt groß.Die Einkommensschere unter Deutschlands Seniorinnen und Senioren bleibt groß.DALL-E
Fürs Alter

Jeder Fünfte lebt von weniger als 1.400 Euro im Monat

Die Einkommensschere unter Deutschlands Seniorinnen und Senioren bleibt groß. Laut einer aktuellen Auswertung des Statistischen Bundesamts verfügen 20 Prozent der Ruheständler über höchstens 1.400 Euro im Monat – jeder Fünfte gilt damit als potenziell armutsgefährdet.
Wissenschaftlicher Beraterkreis schlägt tiefgreifende Reformen für die gesetzliche Rentenversicherung vor – mit Fokus auf Demografie, Kapitaldeckung und Generationengerechtigkeit.Wissenschaftlicher Beraterkreis schlägt tiefgreifende Reformen für die gesetzliche Rentenversicherung vor – mit Fokus auf Demografie, Kapitaldeckung und Generationengerechtigkeit.Adobe
Politik

„Tickende Zeitbombe“ entschärfen – Wissenschaftlicher Beraterkreis legt Impulspapier zur Rentenreform vor

Angesichts der wachsenden Herausforderungen durch den demografischen Wandel hat der wissenschaftliche Beraterkreis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein wegweisendes Impulspapier zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) veröffentlicht.
Vito Micoli, Betriebswirtschafter, Treuhänder und geschäftsführender Direktor bei FI InvestmentsVito Micoli, Betriebswirtschafter, Treuhänder und geschäftsführender Direktor bei FI InvestmentsThomas Feith
Fürs Alter

„Unser Rentensystem steht unter Druck“ – Fratzschers Vorschlag im Gegenwind

Ein verpflichtendes soziales Jahr für Rentner? Der Vorstoß von Ökonom Marcel Fratzscher sorgt für Diskussionen. Doch statt ältere Generationen stärker in die Pflicht zu nehmen, fordert Finanzexperte Vito Micoli eine grundlegende Reform des deutschen Rentensystems – mit Blick in die Schweiz.
Eine Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hat untersucht, wie sich ein stabiles Rentenniveau auswirkt.Eine Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hat untersucht, wie sich ein stabiles Rentenniveau auswirkt.geralt / pixabay
Fürs Alter

Stabilisierung des Rentenniveaus: Wer verliert und wer gewinnt wirklich?

Neue Berechnungen zeigen: Eine langfristige Stabilisierung des Rentenniveaus hätte für nahezu alle Geburtsjahrgänge zwischen den 1940ern und 2010 eine höhere Rendite der gesetzlichen Rente bedeutet. Besonders profitieren Versicherte aus den Jahrgängen 1960 bis 1980.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht