Homöopathie: großes Interesse an Zusatzleistungen der Krankenkassen

Veröffentlichung: 01.03.2024, 14:03 Uhr - Lesezeit 2 Minuten

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Die Finanzierung für Homöopathie im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen soll gestrichen werden – das zumindest hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kürzlich angekündigt. Ob dies tatsächlich umgesetzt wird und wenn ja, wann, ist noch unklar.

Dem Minister fehlt die wissenschaftliche Evidenz für die Wirkung dieser weiteren Behandlungsmöglichkeiten. Hingegen scheinen sich die Versicherten sehr für Homöopathie zu interessieren, wie eine aktuelle Erhebung des unabhängigen Vergleichsportals gesetzlichekrankenkassen.de zeigt.

Im gesamten Jahr 2023 wurde auf dem Vergleichsportal pro 10.000 Suchvorgängen 793,34-mal nach Homöopathie gesucht – knapp acht Prozent der Suchenden interessierten sich also vor allem für die Übernahme von Kosten der Homöopathie und wollten deshalb die Krankenkasse wechseln. Demgegenüber betrug die Zahl derjenigen, die bewusst nach Kassen suchten, die keine Homöopathie bezahlen, lediglich 162,17 je 10.000 Suchvorgängen – das entspricht 1,62 Prozent.

„Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich die aktuelle Diskussion auf das Suchverhalten in den nächsten Monaten auswirkt“, sagt Thomas Adolph, Geschäftsführer des Online-Vergleichportals www.gesetzlichekrankenkassen.de, „denn das ist ein Indikator für die Bedürfnisse der Versicherten.“

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