Wettbewerbsvorteil im dynamischen Versicherungsmarkt

Veröffentlichung: 09.12.2021, 08:12 Uhr - Lesezeit 8 Minuten

Die Versicherungsbranche unterliegt durch DSGVO und BaFin nicht nur strengen Regulierungen; gerade kleinteiligere Policen und Produkte haben stark begrenzte Margen. Eine zeitgemäße Plattform, die modular aufgebaut und vollautomatisiert flexibel auf die Bedürfnisse von Assekuradeur und Kunden reagieren kann, hat hier echtes Zukunftspotenzial, wenn sie 100-prozentig rechtskonform ist.

(PDF)
A businessman shows sign quality system .A businessman shows sign quality system .natali_mis – stock.adobe.com

Die SCHUTZGARANT GmbH ist Garantiedienstleister, Versicherungsvermittler und Assekuradeur. Sie entwickelt und vermarktet Garantie- und Versicherungsprodukte für Smartphones und Elektrogeräte an KMU, Konzerne und Leasinggesellschaften. Die GmbH hat von Angebotserstellung, über Policierung bis hin zu Bestandsführung, Schadensbearbeitung, Inkasso und Reparatur alles in der Hand. Der Vertragsabschluss erfolgt digital mit wenigen Klicks.

Das Ziel: schneller, digitaler und flexibler als klassische Versicherungsgesellschaften und Großkonzerne zu sein, um die Wünsche der B2B- und B2C-Kunden zu erfüllen. Eine Voraussetzung dafür ist das reibungslose Zusammenspiel von Online- und Offline-Prozessen, was ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und ein hohes Serviceniveau garantieren soll.

Das System hierfür stammt vom Potsdamer Digitalisierungs- und Prozessautomatisierungs-Spezialisten INTERVISTA. SCHUTZGARANT-Geschäftsführer Thorsten Winter überzeugte zum einen der Ansatz, Standardmodule zu kaufen und gleichzeitig individuelle Module entwickeln zu lassen. Für ihn war Letzteres besonders wichtig, da SCHUTZGARANT innovative Produkte auf den Markt und für deren Verarbeitung eigene Prozesse mitbringt. Exklusivität und Wettbewerbsschutz standen deswegen im Mittelpunkt, um sicherzustellen, dass das System für die eigenen Produkte nicht einfach von Dritten eingekauft werden kann, um Know-how abzugreifen.

Hohe rechtliche Anforderungen und maximale Flexibilität

Hoch sind auch die rechtlichen Anforderungen an die Software: In Deutschland sind Versicherungsprodukte strengen Regulierungen unterworfen und entsprechend müssen die verarbeitenden Systeme und Prozesse DSGVO- und BaFin-konform sein. INTERVISTA überzeugte hier nicht nur mit umfassender Branchenkenntnis, die Potsdamer betreiben ihre eigenen Server in Deutschland und geben damit Sicherheit, wo Daten gespeichert und verarbeitet werden. Das ist vor allem für die Großkunden von SCHUTZGARANT relevant.

Da INTERVISTA alle Bausteine selbst entwickelt und keine externen Lösungen zukauft, kommt es auch hier nicht zu Überraschungen in Form von Kompatibilitätsproblemen oder unpassenden Schnittstellen. Winter weiß:

Schwächen liegen hier oft in externen Modulen und Schnittstellen.

Der zentrale Vorteil des INTERVISTA-Systems: Alle Abläufe sind vollautomatisiert, digital und papierlos sowie rund um die Uhr verfügbar. Gerade im kleinteiligen Versicherungsgeschäft macht ein solches Tool das Businessmodell skalierbar, senkt die Betriebskosten und erhöht die Produktivität. Denn die kleinteiligen Produkte werfen keine großen Umsätze ab, weswegen sie nicht manuell policiert werden können. Das schlanke System ist damit ein konkreter Wettbewerbsvorteil.

Durch die Flexibilität und den modularen Aufbau können auch Provisionen und Nachlässe schnell und individuell erfolgen. Neue Produkte oder Änderungen wie Preis oder Leistung können einfach eingestellt werden – das System verändert die notwendigen Parameter durch alle Prozessstufen hindurch automatisch, manuelle Anpassungen sind nicht mehr notwendig. So erfolgen zum Beispiel Tarifänderung in allen Dokumenten und Ebenen – und die Fehlerquote sinkt, da sie nicht händisch bearbeitet werden müssen.

Allgemein erfordern die Produkte der SCHUTZGARANT GmbH eine große Flexibilität: Der Kunde kann in einem Baukastensystem vier Leistungen wählen, die beziehen will – eine Garantieverlängerung oder eine Versicherung für einen Displayschaden, den Akku, einen Unfall, Einbruch- oder Raub sowie alle Diebstahlarten.

Außerdem kann er die Dauer der Garantien festlegen und ihren Start- und Endzeitpunkt, etwa eine Garantieverlängerung ab Ende der Herstellergarantie oder einen Schutz so lange, wie die Leasingzeit des Geräts läuft. Der Beitrag entspricht einem gewissen Prozentsatz des Kaufpreises. Unternehmen können über einen Kalkulator auf der Homepage Geräte und Leistungspakete recherchieren, bei Bedarf online abschließen und über eine Sammelpolice all ihre geleasten Geräte versichern. Das System ist dabei so flexibel, dass Provisionen und Nachlässe für Kunden individuell eingestellt werden können.

GoLive in wenigen Monaten

SCHUTZGARANT-Geschäftsführer Winter wählte INTERVISTA als langfristigen, strategischen Partner aus. Er kennt zahlreiche Systeme und die führenden Anbieter des Marktes – aber viele passten nicht zu seinen Bedürfnissen. Er und INTERVISTA-Geschäftsführer Matthias Stauch kannten sich von Geschäftsbeziehungen aus der Vergangenheit. Winter erzählt:

Wir hatten viele gute Ideen, aber eine Zusammenarbeit hat sich bisher nicht ergeben. Das ist unser erstes gemeinsames Projekt.

Die Entwicklung erfolgte Hand in Hand mit regelmäßigem Austausch und wöchentlichen Jour Fixes. SCHUTZGARANT hatte Zugriff auf das System, jeder Schritt und jeder Prozess war einsehbar. Winter fasst zusammen:

Wir haben allein durch den Wechsel bereits 70 Prozent mehr Umsatz! Wir sind sehr zufrieden, die Erwartungen wurden erfüllt. Wir können uns darauf verlassen, dass alle Prozesse schnell, einfach und 100-prozentig sicher und stabil sind.

Fazit

Das System von INTERVISTA bietet Sicherheit und Stabilität, deckt die Compliance-Anforderungen ab und ist damit audit- und prüfsicher. Gleichzeitig bietet es mit seinem hohen Grad an Automatisierung die notwendige Flexibilität und Modularität, um das Geschäftsfeld der SCHUTZGARANT GmbH abbilden zu können und schnelle Abschlüsse und einen guten Service zu ermöglichen.

(PDF)

LESEN SIE AUCH

Dr. Philipp Kanschik, Co-Founder und Chief Financial Officer (CFO) der MoIn GroupDr. Philipp Kanschik, Co-Founder und Chief Financial Officer (CFO) der MoIn GroupNicolas Herwig
Unternehmen

„KI muss Ballast abnehmen“: Wie die MoIn Group Maklerhäuser produktiver machen will

Konsolidierung und künstliche Intelligenz wachsen in der Maklerbranche zunehmend zusammen. Die MoIn Group bezeichnet sich als erstes AI-Roll-up der Branche und setzt nach eigenen Angaben auf KI-Agenten, die Verwaltungsprozesse automatisieren und Makler im Tagesgeschäft entlasten. Im Interview erläutert Dr. Philipp Kanschik, Co-Founder und Chief Financial Officer (CFO) der MoIn Group, wie das Modell funktioniert und woran sich sein Erfolg messen lassen muss.
Der Vermittler von 2030 ist kein Datenverwalter mehr, sondern ein fast reiner Beziehungsmanager und strategischer Berater, meintDer Vermittler von 2030 ist kein Datenverwalter mehr, sondern ein fast reiner Beziehungsmanager und strategischer Berater, meintblau direkt GmbH
Digitalisierung

„Der Vermittler von 2030 ist kein Datenverwalter mehr“

Viele Makler nutzen heute bereits KI-gestützte Assistenten. Für Hans-Peter Wolf, Chief Product & Technology Officer von blau direkt, ist das jedoch erst der Anfang. Im Interview erklärt er, warum klassische Plattformen und KI-Copiloten nur Zwischenschritte sind, welche Aufgaben autonome KI-Agenten künftig übernehmen sollen und weshalb der Vermittler trotzdem die zentrale Figur im Beratungsprozess bleibt.
Künstliche Intelligenz unterstützt Unternehmen zunehmend bei der Erstellung, Prüfung und Verwaltung von Verträgen. Laut einer Studie von Deloitte und Docusign lassen sich dadurch Vertragsprozesse beschleunigen und erhebliche Zeitgewinne erzielen.Künstliche Intelligenz unterstützt Unternehmen zunehmend bei der Erstellung, Prüfung und Verwaltung von Verträgen. Laut einer Studie von Deloitte und Docusign lassen sich dadurch Vertragsprozesse beschleunigen und erhebliche Zeitgewinne erzielen.Redaktion experten.de / KI-generiert
Digitalisierung

22 Stunden weniger pro Vertrag: Warum KI jetzt das Vertragswesen verändert

Viele Unternehmen verbinden Künstliche Intelligenz vor allem mit Chatbots, Kundenservice oder Automatisierung im Vertrieb. Eine neue Studie von Deloitte und Docusign zeigt jedoch: Besonders große Effizienzpotenziale liegen in einem Bereich, der bislang oft wenig Aufmerksamkeit erhält – dem Vertragsmanagement. Deutsche Unternehmen sparen laut der Untersuchung bereits heute durchschnittlich 22 Stunden pro Vertragsprozess.
Row of light bulbs. Idea conceptRow of light bulbs. Idea conceptchones – stock.adobe.com
Assekuranz

Innovative Versicherungsprodukte für moderne Risiken im B2B-Bereich

Unternehmen müssen sich kontinuierlich an sich verändernde Technologien und Geschäftspraktiken anpassen, um langfristig bestehen zu können. Traditionelle Versicherungsprodukte stoßen hier häufig an ihre Grenzen. Welche Innovationen der Markt im B2B-Bereich bereithält.

Unsere Themen im Überblick

Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Hintergründe aus zentralen Bereichen der Branche.

Themenwelt

Praxisnahe Beiträge zu zentralen Themen rund um Vorsorge, Sicherheit und Alltag.

Wirtschaft

Analysen, Meldungen und Hintergründe zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen.

Management

Strategien, Tools und Trends für erfolgreiche Unternehmensführung.

Recht

Wichtige Urteile, Gesetzesänderungen und rechtliche Hintergründe im Überblick.

Finanzen

Neuigkeiten zu Märkten, Unternehmen und Produkten aus der Finanzwelt.

Assekuranz

Aktuelle Entwicklungen, Produkte und Unternehmensnews aus der Versicherungsbranche.

Die neue Ausgabe kostenlos im Kiosk

Werfen Sie einen Blick in die aktuelle Ausgabe und überzeugen Sie sich selbst vom ExpertenReport. Spannende Titelstories, fundierte Analysen und hochwertige Gestaltung – unser Magazin gibt es auch digital im Kiosk.

"Nicht laut, aber immer noch relevant"
Ausgabe 05/26

"Nicht laut, aber immer noch relevant"

Wibke Becker - Generalbevollmächtigte & Leiterin Maklervertrieb - Continentale - Mannheimer - EUROPA
"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."
Ausgabe 03/26

"Ein kurzfristiges Strohfeuer machen wir nicht mit."

Frank Kettnaker und Christian Pape - Vorstand ALH Gruppe
"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."
Ausgabe 10/25

"Viele Eltern unterschätzen die finanziellen Folgen, wenn ihr Kind berufsunfähig wird."

Jens Göhner, Leiter Produktmanagement der Stuttgarter
"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"
Ausgabe 07/25

"Unabhängigkeit hat viele Gesichter"

Was bedeutet Unabhängigkeit im Versicherungsvertrieb wirklich?
"Das Gesamtpaket muss stimmen"
Ausgabe 05/25

"Das Gesamtpaket muss stimmen"

Bernd Einmold & Sascha Bassir
Kostenlos

Alle Ausgaben entdecken

Blättern Sie durch unser digitales Archiv im Kiosk und lesen Sie alle bisherigen Ausgaben des ExpertenReports. Zur Kiosk-Übersicht